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title: "Die Türkei bittet Moskau um Erlaubnis zur Weiterverkauf von S-400, um in das F-35-Programm zurückzukehren"
description: "Die Türkei bittet Russland um Erlaubnis, S-400 an Drittstaaten weiterzuverkaufen, um den Zugang zu F-35-Kampfflugzeugen wiederherzustellen. Der Kreml bestätigte die Verhandlungen, hat jedoch bisher keine Zustimmung zum Reexport gegeben, während US-Senatoren vor einem Technologieleck befürchten. ⚔️🇹🇷🇷🇺"
date: 2026-07-10T21:16:58.000Z
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publisher: "XAB.info"
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# Die Türkei bittet Moskau um Erlaubnis zur Weiterverkauf von S-400, um in das F-35-Programm zurückzukehren

![Feld mit militärischen Einrichtungen vor bergigem Hintergrund — Symbol der geopolitischen Spannungen um S-400 und F-35](https://xab.info/media/2026/07/11/turciya-prosit-moskvu-razreshit-pereprodazhu-s-400-radi-f-35/turciya-prosit-moskvu-razreshit-pereprodazhu-s-400-radi-f-35-1.webp)

Ankara hat einen beispiellosen diplomatischen Schritt unternommen, indem sie Russland gebeten hat, die Übertragung der russischen Flugabwehrraketensysteme S-400 „Triumf“ an einen Drittstaat zu genehmigen. Die Initiative, die durch das Nachrichtenagentur Bloomberg und türkische Fachmedien öffentlich wurde, zielt darauf ab, das Haupthindernis für die Rückkehr der Türkei in das Lieferprogramm für Kampfflugzeuge der fünften Generation F-35 Lightning II zu beseitigen.

### Der Schlüssel zur Aufhebung der Sanktionen

Das Kernstück des Vorschlags von Ankara besteht in der Verlagerung der russischen Luftabwehrsysteme. Die türkische Regierung hofft, dass die Beseitigung der S-400-Systeme die strengen Sanktionen aufheben wird, die im Rahmen des CAATSA-Gesetzes verhängt wurden, und ihren Status in der Produktionskette der amerikanischen Kampfflugzeuge wiederherstellen wird. Der offizielle Kreml hat die Tatsache von Konsultationen auf höchster Ebene bestätigt, jedoch charakterisierte Dmitri Peskow, der Pressesprecher des russischen Präsidenten, am 10. Juli 2026 dieses Thema als „überempfindlich“.

Wie ein Kremlvertreter feststellte, wurde die endgültige rechtliche Genehmigung für den Reexport durch die Föderale Agentur für militärtechnische Zusammenarbeit (FSVTS) Russlands derzeit nicht erteilt. Die diplomatischen Kontakte laufen weiterhin im geschlossenen Modus.

### Wer wird der Käufer?

Die Frage nach dem Schicksal der russischen Systeme wurde vom türkischen Außenminister Hakan Fidan während der Verhandlungen mit Wladimir Putin in Kasan im Juni 2026 konkret angesprochen. Politische Kommentatoren der Zeitung Hürriyet nennen als potenzielle Begünstigte des Deals Staaten des Persischen Golfs. Insbesondere zeigen Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate Interesse an der Modernisierung ihrer Luftabwehrsysteme.

### Rechtliche Sackgasse und Position Russlands

Es ist wichtig zu verstehen, dass die Umsetzung dieses Szenarios auf strenge rechtliche Normen stößt. Gemäß den Standardbedingungen internationaler Verträge im Bereich der militärtechnischen Zusammenarbeit und den Normen des Völkerrechts hat der Käufer kein rechtmäßiges Recht, den Reexport, die Übertragung oder die Abtretung von Nutzungsrechten an hochtechnologischem Gerät an Drittstaaten ohne eine offizielle Endbenutzerzertifizierung und eine direkte schriftliche Zustimmung des Herstellerstaats vorzunehmen.

Zuvor hatte die türkische Seite versucht, einen Kompromiss ohne direkten Weiterverkauf zu finden, indem sie Washington die Konservierung der Batterien unter US-Kontrolle oder sogar die Rückgabe der Technik an den Hersteller in Russland anbot. Die US-Regierung lehnte jedoch alle diese Optionen ab und bestand auf der vollständigen Beseitigung der russischen Präsenz in der türkischen Luftabwehr.

### Der Faktor Kongress und die Position Trumps

Die Situation wird durch die innere Politik der USA erschwert. Auf dem NATO-Gipfel in Ankara am 7. und 8. Juli 2026 erklärte der US-Präsident Donald Trump öffentlich seine Bereitschaft, das Sanktionsregime zu überdenken und betonte die Unangemessenheit des Drucks auf wichtige Verbündete. Dennoch hängt die endgültige Entscheidung vom Kongress ab.

Eine Gruppe von US-Senatoren behält einen skeptischen Ansatz bei. Die Abgeordneten bestehen darauf, dass die einfache Übertragung der S-400 an einen Drittstaat die grundlegenden Sicherheitsrisiken nicht löst, die mit einer möglichen Kompromittierung der Stealth-Technologien des F-35 durch russische Überwachungsalgorithmen verbunden sind. Somit muss Ankara auch bei Zustimmung Moskaus einen ernsthaften Widerstand in Washington überwinden.