Die Türkei plant, russische S-400-Luftabwehrsysteme an einen Staat im Persischen Golf zu übergeben. Ankara trifft diese Entscheidung, um sich von den US-Sanktionen zu befreien, die nach dem Kauf russischer Luftverteidigungssysteme im Jahr 2019 verhängt wurden. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Berufung auf die türkische Zeitung Hürriyet.

Die Vereinbarung ist bereits getroffen

Laut Journalisten sind die Details des Geschäfts vollständig geklärt, und die letzten Hindernisse wurden in der vergangenen Nacht beseitigt. Eine offizielle Ankündigung des Verkaufs könnte in Kürze folgen. Als wahrscheinliche Käufer werden die Vereinigten Arabischen Emirate oder Katar genannt.

Dreifacher Vorteil für Ankara

Der Verkauf der S-400 wird zur Schlüsselbedingung für die Aufhebung der US-Sanktionen. Dazu muss US-Präsident Donald Trump einen speziellen Brief an den Kongress richten. Im Gegenzug für die Übertragung der Systeme hofft die Türkei auf drei wichtige Ergebnisse:

  • Aufhebung der bestehenden wirtschaftlichen und militärischen Beschränkungen.
  • Lieferung von Triebwerken für türkische Kampfflugzeuge der fünften Generation KAAN.
  • Wiederherstellung der Möglichkeit, F-35-Kampfflugzeuge zu erwerben.

Washington hatte die Türkei zuvor wegen des Kaufs der russischen S-400 aus dem internationalen Entwicklungs- und Lieferprogramm für F-35 ausgeschlossen. Laut Trump ist es nun „Zeit, dies zu tun“ – er hat bereits seine Bereitschaft bekundet, die Sanktionspolitik gegenüber Ankara zu überdenken.

Neuer Mechanismus zur Berufung gegen Sanktionen

Das Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums hat ein spezielles Online-Portal gestartet. Über dieses Portal können Anträge auf Streichung aus den Sanktionslisten eingereicht oder bestehende Beschränkungen überprüft werden. Dies eröffnet einen formellen Weg zur Legalisierung des Status der Türkei aus Sicht Washingtons.