In der Ukraine startet ein großangelegtes Experiment, das den Ansatz zur Erfassung von Haustieren grundlegend verändern wird. Das Kabinett der Minister hat ein Pilotprojekt zur Schaffung eines einheitlichen Registers lanciert, das in Zukunft die Grundlage für digitale Veterinärpässe in der App «Dija» bilden wird.

Die Initiative zielt darauf ab, einen modernen digitalen Raum zu schaffen, in dem die gesamte Lebensgeschichte des Haustieres gesammelt wird. Im System werden Daten zu Impfungen, Injektionen und anderen obligatorischen veterinärmedizinischen Dokumenten gespeichert.

Wie das neue System funktioniert

Es ist wichtig, den entscheidenden Unterschied des neuen Ansatzes zu den üblichen Online-Diensten zu verstehen: Das Registrierungsverfahren kann nicht remote durchgeführt werden. Für die Eintragung der Daten im Register ist die persönliche Anwesenheit sowohl des Halters als auch des Tieres selbst zwingend erforderlich.

Gegenwärtig befindet sich das Projekt in der Phase der aktiven Tests. Nach neuesten Angaben wurden bereits mehr als 6.000 Tiere in die Datenbank eingetragen. In naher Zukunft werden private Tierkliniken an das staatliche Register angeschlossen. Dies wird unmittelbar nach Abschluss der technischen Integration ihrer internen Informationssysteme mit der staatlichen Datenbank durch die medizinischen Einrichtungen geschehen.

Integration mit «Dija» und Zukunft des Projekts

Der am meisten erwartete Schritt für die Bürger wird die vollständige Einführung des digitalen Veterinärpasses sein. Nach Abschluss der Pilottests wird das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit dem Ministerium für digitale Transformation mit der Integration des Registers in die mobile Anwendung «Dija» beginnen.

Infolgedessen werden Halter mit wenigen Klicks Zugriff auf die Dokumente ihrer Katzen und Hunde erhalten, genau so, wie dies derzeit bei persönlichen Dokumenten oder Führerscheinen der Fall ist.

Lösung des Problems der streunenden Tiere

Das Projekt hat auch eine wichtige soziale Komponente. Ein zentralisiertes Register wird es den kommunalen Behörden ermöglichen, eine genaue Erfassung von Tieren ohne Halter vorzunehmen. Dies wird es ermöglichen, Programme für den humanen Umgang und die Kontrolle der Anzahl streunender Tiere effizienter zu planen.

Die Registrierung solcher Tiere wird von speziell ermächtigten Organen der lokalen Selbstverwaltung übernommen, was dazu beitragen wird, Ordnung in die Statistik und die Verteilung der Ressourcen für Tierheime zu bringen.