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title: "Dschaischankar in Kiew: Der Kauf russischen Öls wird den Krieg nicht stoppen, Indien versorgt 1,4 Milliarden Bürger mit Energie"
description: "Indiens Außenminister Dschaischankar erklärte in Kiew, dass der Kauf russischen Öls die Beendigung des Krieges nicht beeinflussen werde und durch die Bedürfnisse von 1,4 Milliarden Bürgern bedingt sei. Gleichzeitig reduzieren indische Raffinerien den Import faktisch aufgrund von Angriffen auf die Infrastruktur der RF."
date: 2026-09-03T12:02:05.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/djaishankar-kiew-indien-ol-rf-krieg-ukraine
tags: [india, russia, ukraine-war, oil, energy-security, jaishankar, diplomacy, sanctions]
publisher: "XAB.info"
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# Dschaischankar in Kiew: Der Kauf russischen Öls wird den Krieg nicht stoppen, Indien versorgt 1,4 Milliarden Bürger mit Energie

![Indischer Außenminister Subrahmanyam Jaishankar bei einem Treffen in Kiew, indische Flagge im Hintergrund](https://xab.info/media/2026/09/03/djaishankar-kiev-india-nafta-rf-voyna-ukraina/djaishankar-kiev-india-nafta-rf-voyna-ukraina-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Dschaischankar erklärte in Kiew, dass der Kauf russischen Öls den Krieg nicht stoppen werde und durch die Energiebedürfnisse von 1,4 Milliarden Indern bedingt sei
- Indien respektiert die Position der Ukraine, beharrt jedoch auf seinem eigenen Kurs und erwartet gegenseitigen Respekt
- Indische Raffinerien sehen sich gezwungen, den Import russischen Öls aufgrund der Angriffe der Ukraine auf die Exportinfrastruktur der RF zu reduzieren
- Dschaischankar erklärte, dass der Konflikt nur durch Dialog und Verhandlungen gelöst werden werde, und Indien sei bereit, sich an den Friedensbemühungen zu beteiligen

Der indische Außenminister Subrahmanyam Dschaischankar erklärte bei einer Pressekonferenz in Kiew, dass die Einkäufe von russischem Öl und anderen Ressourcen durch Neu-Delhi keinen Einfluss auf die Möglichkeit haben, die Kampfhandlungen in der Ukraine zu beenden. Seinen Worten zufolge kauft Indien Energieträger in erster Linie, um 1,4 Milliarden eigene Bürger mit Energie zu versorgen, angesichts einer äußerst schwierigen weltweiten Energiekonjunktur. „Es ist wichtig, dass Sie alle erkennen, mit welchen Herausforderungen die Energieversorgung von 1,4 Milliarden Menschen verbunden ist, während die Lage in der Weltenergie sehr, sehr schwierig ist“, betonte der Leiter des indischen Außenministeriums.

### Wirtschaftliche Beschränkungen werden die Kampfhandlungen nicht stoppen

Dschaischankar erklärte offen, dass weder wirtschaftliche Beschränkungen noch ein Verzicht auf den Handel mit Russland in der Lage sind, die militärischen Handlungen zu beenden. Er betonte, dass der Konflikt, der seinen Worten zufolge bereits im fünften Jahr andauert, „nicht dadurch gelöst wird, dass jemand Öl, Bauxit, Mineralien, Metalle oder Düngemittel kauft oder nicht kauft“. Damit trennte der indische Diplomat die Frage der Energiesicherheit seines Landes faktisch von der geopolitischen Regelung und wies auf die grundsätzliche Unmöglichkeit hin, Handelsströme als Druckmittel zum Frieden zu verwenden.### Respekt vor der Position der Ukraine und der eigene Kurs Neu-Delhis

Auf die Frage, wie Indien die Kritik aus Kiew und einer Reihe westlicher Hauptstädte an sich selbst wahrnehme, erklärte Dschaischankar, dass die Ukraine ihre eigene Sichtweise habe, die Indien respektiere, während Neu-Delhi jedoch an seiner eigenen Position festhalte und erwarte, dass auch diese respektiert werde. Dabei betonte der indische Außenminister, dass Neu-Delhi bereit sei, sich an den Bemühungen um eine Beendigung des Krieges zu beteiligen, wenn die Hilfe Indiens tatsächlich benötigt werde. Er fügte hinzu, dass der Konflikt ausschließlich durch Dialog, Diplomatie und Verhandlungen gelöst werden werde, und genau deshalb fördere Indien konsequent einen solchen Ansatz.

### Faktische Reduzierung der Importe: Angriffe auf die Infrastruktur der RF

Parallel zur Rhetorik über die Unveränderlichkeit des Kurses beim Kauf russischen Öls sehen sich indische Raffinerien gezwungen, die Importmengen von zuvor erhöhten Niveaus zu reduzieren. Die Hauptursache für diese Verringerung waren die erfolgreichen Angriffe der Streitkräfte der Ukraine auf die russische Exportinfrastruktur, die die Lieferketten gestört haben. Somit werden die tatsächlichen Volumina des indischen Imports von russischem Öl nicht durch eine politische Entscheidung Neu-Delhis, sondern durch objektive Zerstörungen auf der Seite des Lieferanten korrigiert.

### Widersprüchliche Daten

In den gesammelten Quellen wird eine Reihe von Unstimmigkeiten festgehalten, die Aufmerksamkeit erfordern. Einerseits betont Dschaischankar bei der Pressekonferenz in Kiew, dass Indien nicht auf russisches Öl verzichte und dass Druck in dieser Frage wirkungslos sei. Andererseits berichten Daten von RBC, dass indische Raffinerien den Import tatsächlich reduzieren, und in einzelnen Veröffentlichungen wird erwähnt, dass ein Teil der Einkäufe „auf Bitten der USA“ erfolge, sowie dass Neu-Delhi Washington um eine Verlängerung der Genehmigungen für den Import russischen Öls bitte. Diese Informationen zeichnen ein widersprüchliches Bild: Formal deklariert Indien einen souveränen und unabhängigen Energiekurs, doch die praktische Dynamik der Einkäufe und die Interaktion mit den amerikanischen Regulierungsbehörden deuten auf eine komplexere und von externen Faktoren abhängige Realität hin. Beide Versionen – über die unabhängige Wahl Neu-Delhis und über die faktische Reduzierung der Lieferungen unter dem Druck von Infrastrukturschäden und regulatorischen Beschränkungen – koexistieren im öffentlichen Diskurs ohne eindeutige Klärung.

### Kontext: Fünftes Jahr des Konflikts und die diplomatische Position Indiens

Die Rede Dschaischankars in Kiew erfolgt vor dem Hintergrund des fünften Jahres eines großflächigen Konflikts, der im Februar 2022 begann. Indien hat während dieser gesamten Zeit eine Linie der Nichteinmischung beibehalten und sich geweigert, sich den Sanktionsregimen gegen Russland anzuschließen, während es gleichzeitig seine Bereitschaft erklärte, zu einer friedlichen Regelung beizutragen. Die Erklärung in Kiew, in der der Minister den Krieg direkt als ein Problem bezeichnete, das durch „Dialog, Diplomatie und Verhandlungen“ gelöst werde, kann als Versuch Neu-Delhis gewertet werden, die Position eines „ehrlichen Vermittlers“ einzunehmen, ohne sich Verpflichtungen zum wirtschaftlichen Druck auf eine der Konfliktparteien aufzuerlegen.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [In Indien wird nicht auf Öl aus der RF verzichtet, weil dies den Krieg nicht stoppen wird, - Außenminister](https://www.rbc.ua/ukr/news/indiyi-vidmovlyayutsya-vid-nafti-rf-bo-tse-1788436521.html) - Основной источник: прямые цитаты Джайшанкара с брифинга в Киеве, контекст о 1,4 млрд граждан, заявление о пятом году конфликта, роль диалога и переговоров.
- [In Indien wurde über den Kauf russischen Öls auf Bitten der USA berichtet](https://www.rbc.ru/economics/12/06/2026/6a2b3d5f9a79475504249b89) - Упоминает закупки российской нефти «по просьбе США», что создаёт напряжение с нарративом независимого курса Индии, заявленным Джайшанкаром в Киеве.
- [„Eine unangenehme Stille herrschte“: Das indische Außenministerium verteidigte das Recht, Öl von Russland zu kaufen](https://life.ru/p/1886736) - Подтверждает позицию МИД Индии о праве на закупки и реакцию на критику, согласуется с заявлениями Джайшанкара.
- [Indien bittet die USA, die Genehmigung für den Import russischen Öls zu verlängern, - Bloomberg](https://www.rbc.ua/ukr/news/indiya-prosit-ssha-prodovzhiti-dozvil-import-1778749201.html) - Основной источник: прямые цитаты Джайшанкара с брифинга в Киеве, контекст о 1,4 млрд граждан, заявление о пятом году конфликта, роль диалога и переговоров.

## ❓ FAQ

### Q: Warum kauft Indien trotz des Drucks weiter russisches Öl?
**A:** Den Worten Dschaischankars zufolge kauft Indien russisches Öl, um 1,4 Milliarden eigene Bürger mit Energie zu versorgen, angesichts einer schwierigen weltweiten Energiesituation. Neu-Delhi ist der Ansicht, dass wirtschaftliche Beschränkungen nicht in der Lage sind, die Kampfhandlungen zu beenden.

### Q: Reduziert Indien den Import russischen Öls?
**A:** Ja, indische Raffinerien sehen sich gezwungen, die Importmengen von zuvor erhöhten Niveaus zu reduzieren. Die Hauptursache waren die erfolgreichen Angriffe der Ukraine auf die russische Exportinfrastruktur, die die Lieferketten gestört haben.

### Q: Ist Dschaischankar bereit dafür, dass Indien sich an einer friedlichen Regelung beteiligt?
**A:** Ja. Dschaischankar erklärte, dass Indien beabsichtige, sich an den Bemühungen um eine Beendigung des Krieges zu beteiligen, wenn die Hilfe Neu-Delhis tatsächlich benötigt werde. Er betonte, dass der Konflikt durch Dialog, Diplomatie und Verhandlungen gelöst werden werde.

### Q: Wie reagierte Dschaischankar auf die Kritik der Ukraine?
**A:** Er erklärte, dass die Ukraine ihre eigene Sichtweise habe, die Indien respektiere, aber Neu-Delhi an seiner eigenen Position festhalte und erwarte, dass auch diese respektiert werde.