Der Devisenmarkt der Ukraine zeigt erneut Dynamik: Die Nationale Bank hat einen neuen historischen Höchststand für die amerikanische Währung verzeichnet. Wenn Sie den Kurs verfolgen, haben Sie bemerkt, dass der Dollar beständig steigt und der Euro seinem Konkurrenten nicht nachsteht. Sollte man jedoch in Panik geraten und Währung in Eile aufkaufen? Experten sehen die Situation anders.
Neue Zahlen: Dollar und Euro auf dem Höhepunkt
Am Donnerstag, dem 28. Mai, setzte der Regulator den offiziellen Dollar-Kurs auf 44,30 Hrywnja fest. Dies ist eine geringfügige, aber symbolisch wichtige Erhöhung um 3 Kopeken im Vergleich zum Vortag. Auch der Euro stieg genau um denselben Betrag – jetzt werden für eine europäische Münze 51,54 Hrywnja verlangt. Beide Währungen bewegen sich in dieselbe Richtung und bestätigen den Trend zur Stärkung.
Warum hält die Hrywnja stand? Der Faktor hoher Zinssatz
Trotz des Kursanstiegs bleibt der Markt stabil. Eine Schlüsselrolle spielt hier die strenge Geldpolitik der NBU. Die Zentralbank behielt den Leitzinssatz auf 15 % bei, und diese Entscheidung wirkt als Anker für die Hrywnja.
Taras Lesowoi, Direktor der Abteilung Finanzmärkte der „Globus Bank“, erklärt den Mechanismus einfach: Ein hoher Zinssatz macht Einlagen in Hrywnja extrem attraktiv. Während der Wechselkurs steigt, erreichen die Zinssätze für Bankguthaben 16–17,5 % pro Jahr (einschließlich Aktionen).
Mathematik der Rentabilität: Warum Einlagen besser sind als Bargeld
Lassen Sie uns rechnen. Selbst wenn man die prognostizierte Inflation (ca. 9,4 %) und die Steuer auf Einkünfte aus Einlagen abzieht, beträgt der tatsächliche Nettoertrag für den Einleger 3–4 %. Dies ist ein echter Vorteil, den man nicht erhält, indem man einfach Dollar unter der Matratze aufbewahrt.
Der heutige Tag zeigt, dass für viele Ukrainer die Strategie „Kaufen Sie Währung für den Fall der Fälle“ einem rationaleren Ansatz weicht. Hrywnja-Einlagen verwandeln sich in ein verständliches und vorteilhaftes Instrument zur Kapitalerhaltung, das es ermöglicht, Geld nicht nur vor der Inflation zu schützen, sondern auch zu vermehren.