Nach dem historischen Höchststand von gestern hat sich der US-Dollar leicht zurückgezogen. Auch der Euro hat an Boden verloren und beendet damit eine Serie von Tagen mit steigenden Kursen. Die Nationalbank der Ukraine (NBU) bleibt aktiv am Devisenmarkt, um plötzliche Schwankungen zu vermeiden und die Stabilität der Hrywnja zu gewährleisten.
Kurs vom 29. Mai: Dollar und Euro werden günstiger
Der offizielle Dollar-Kurs für Freitag, den 29. Mai, wurde auf 44,26 Hrywnja festgelegt. Das sind 4 Kopeken weniger als am Vortag, als die Währung mit 44,30 Hrywnja einen neuen Rekord erreichte. Auch der Euro ist gesunken – auf 51,43 Hrywnja, was 11 Kopeken unter dem vorherigen Wert liegt.
So zeigt der Markt nach mehreren Tagen des Anstiegs eine moderate Korrektur. Dies ist kein Signal zur Panik, sondern vielmehr ein Zeichen dafür, dass der Regulator den Druck erfolgreich eindämmt.
Interventionen der NBU: Wie das Gleichgewicht gehalten wird
Laut Taras Lesow, Direktor der Abteilung für Finanzmärkte und Investitionstätigkeit der „GLOBUS BANK“, greift die Nationalbank weiterhin aktiv durch Deviseninterventionen in den Markt ein. Nach seinen Prognosen könnte das Volumen solcher Operationen in dieser Woche etwa 800–850 Millionen Dollar betragen.
Dies zeigt, dass die Nachfrage nach Devisen weiterhin leicht über dem Angebot liegt. Allerdings bleibt die Situation unter Kontrolle – die NBU lässt den Markt weder in einen freien Fall geraten noch einen plötzlichen Anstieg zulassen.
Stabilität durch Aktivität
Gerade das aktive Engagement des Regulators am Markt hilft derzeit, starke Kursschwankungen zu vermeiden. Ohne solche Maßnahmen hätte die Hrywnja möglicherweise stärkerem Druck ausgesetzt sein. Die NBU fungiert als stabilisierender Mechanismus, glättet Nachfragespitzen und stärkt das Vertrauen in die nationale Währung.
Unter den Bedingungen geopolitischer Spannungen und externer Schocks erscheint diese Strategie logisch und notwendig. Der Markt reagiert auf die Maßnahmen des Regulators – und bisher funktioniert es.