Die Nationalbank der Ukraine hat den offiziellen Wechselkurs der Währungen für Montag, den 8. Juni, angepasst. Nach mehreren Tagen des Anstiegs begannen sich der Dollar und der Euro zu korrigieren und zeigten einen leichten Rückgang gegenüber der Hrywnja.

Offizielle Daten der Nationalbank

Laut aktualisierten Daten des Regulators betrug der Kurs der amerikanischen Währung 44,35 Hrywnja pro Dollar. Im Vergleich zum Wert vom 5. Juni wurde der Dollar um 2 Kopeken günstiger. Auch der Euro zeigte einen Rückgang: War der Kurs zuvor 51,66 Hrywnja, so wurde er nun auf 51,63 Hrywnja pro Euro festgelegt. Die Differenz betrug 3 Kopeken.

Experten stellen fest, dass die aktuelle Dynamik eine Reaktion auf globale Trends ist. Der Finanzanalyst Andrej Schewtschyschin erklärte in einem Kommentar für RBC-Ukraine, dass der Wechselkurs der Landeswährung derzeit nicht nur von internen Faktoren, sondern auch von der Situation auf dem globalen Devisenmarkt abhängt. Insbesondere berücksichtigt die Nationalbank zunehmend das Verhältnis zwischen Euro und Dollar. Eine Aufwertung des Dollars gegenüber dem Euro auf internationalen Plattformen wirkt sich direkt auf seinen Kurs gegenüber der Hrywnja aus.

Prognosen für die nahe Zukunft

Analysten sind der Ansicht, dass Ukrainer nicht nur den Dollar, sondern auch den Euro im Auge behalten sollten, da ein erheblicher Teil des Außenhandels, der internationalen Hilfe und der Staatsverschuldung mit der europäischen Währung verknüpft ist.

Hinsichtlich der Perspektiven für die Kursänderung nannte Schewtschyschin das Erreichen einer Marke von 44,50 Hrywnja pro Dollar als einen durchaus realistischen Szenario. Nach seinen Worten ist eine solche Bewegung möglich, falls sich der Dollar auf dem Weltmarkt weiter aufwertet.

Gleichzeitig erscheint das Überschreiten der psychologischen Marke von 45 Hrywnja pro Dollar derzeit als unwahrscheinlich. Für eine solche signifikante Bewegung wären starke negative Faktoren erforderlich, wie beispielsweise eine erhebliche Verringerung der internationalen Unterstützung für die Ukraine oder andere starke externe Schocks.

Saisonale Faktoren

Auch die historische Statistik spricht für eine Stabilisierung. Der Juni bleibt traditionell einer der ruhigsten Monate für die Hrywnja. In den letzten Jahrzehnten hat sich die ukrainische Währung in diesem Zeitraum häufiger aufgewertet als abgewertet, und starke Abwertungsphasen sind für den Sommer untypisch.