Am 4. November ging der vierte Spieltag der Champions-League-Ligaphase mit neun Begegnungen zu Ende. Der Abend blieb vor allem durch zwei zentrale Ereignisse in Erinnerung: das Debüt des 19-jährigen ukrainischen Torhüters Nazar Domchak im Trikot von Slavia Prag und den historischen 9:1-Sieg des italienischen Klubs Como gegen den französischen Vertreter RC Lens, womit der Rekord für den höchsten Sieg im Turnier eingestellt wurde. Neben diesen beiden Top-Themen sahen die Zuschauer zahlreiche torreiche und dramatische Partien, in denen es weder an späten Siegtreffern noch an spektakulären Aufholjagden mangelte.
Nazar Domchak in der Startelf von Slavia: Der erste Auftritt in der Champions League
Das größte Ereignis für die ukrainische Fußballgemeinschaft war der Startelf-Einsatz des 19-jährigen Schlussmanns Nazar Domchak für Slavia Prag. Im Spiel gegen den FC Arsenal erhielt der junge Torhüter die Gelegenheit, sich auf der größten europäischen Vereinsbühne zu beweisen. Die Spielstatistik war unbarmherzig: Bereits in der neunten Minute brachte Noni Madueke die Gäste in Führung, und in der 38. Minute erhöhte Viktor Gyökeres auf 2:0. Dennoch wusste Domchak mit einer Reihe starker Paraden zu überzeugen – Medienberichten zufolge verhinderte er allein im ersten Durchgang mit drei wichtigen Paraden einen noch höheren Rückstand.
Im zweiten Abschnitt gelang Slavia der Anschlusstreffer: In der 90. Minute traf Viktor Novák für die Prager, doch zu mehr reichte es nicht mehr. Am Ende stand eine 1:2-Niederlage. Für Domchak war dieses Spiel das Debüt seiner Karriere in der Champions League, und trotz der zwei Gegentore wurde sein Auftritt für seine Reflexe und Strafraumbeherrschung überwiegend positiv bewertet.
Como gegen Lens 9:1: Rekordsieg in der Turniergeschichte
Die torreichste Begegnung des vierten Spieltags fand in Frankreich statt, wo das von Cesc Fàbregas trainierte Como den RC Lens mit 9:1 deklassierte. Als dreifacher Torschütze glänzte Tasos Douvikas für die Sieger, zudem trafen Nico Paz, Lucas da Cunha, Marc Oliver Kempf, Mattia Liberali, Martin Baturina und Matteo Pappacholi. Den Ehrentreffer für die Hausherren erzielte Ruben Aguilar. Die Tordifferenz von acht Treffern ermöglichte es Como, den Rekord der Champions League für den höchsten Sieg in einem einzigen Spiel einzustellen – zuvor war ein solcher Vorsprung nur dem FC Liverpool und Real Madrid gelungen.
Die weiteren Ergebnisse des vierten Spieltags
Abgesehen von den beiden Top-Spielen bot der Abend weitere packende Duelle. Borussia Dortmund bezwang Betis Sevilla im eigenen Stadion mit 2:1 – für die Westfalen trafen Fábio Silva und Konstantinos Karetsas, während Aitor Ruibal für die Gäste traf. In Portugal setzte sich der FC Porto souverän mit 4:1 gegen den SSC Neapel durch; die Tore erzielten Jan Bednarek, Gabri Veiga, Jakub Kiwior und Samu, während Scott McTominay für die Gäste traf. In den Niederlanden unterlag die PSV Eindhoven dem FC Brügge mit 1:2 – für die Belgier trafen Nicolò Tresoldi und Carlos Borges, für die Hausherren war Kodai Sano erfolgreich.
Am dramatischsten verlief das Duell in Leipzig, wo RB Leipzig Manchester City empfing. Die Engländer entführten dank eines späten Treffers von Erling Haaland einen 3:2-Sieg; zuvor hatten Enzo Fernández für die Gäste sowie Castello Lukeba per Eigentor getroffen. Für die Sachsen waren Ridle Baku und Antonio Nusa erfolgreich. In Norwegen feierte Viking einen 4:1-Sieg nach Rückstand gegen Sabah: Auf das Führungstor von Orphe Mbina für die Gäste antworteten Erik Botheim (Doppelpack), Zlatko Tripić und Henrik Falkeners mit präzisen Treffern.
Kontext des Spieltags
Zur Erinnerung: Am selben Spieltag hatten zuvor bereits Fenerbahçe gegen den FC Liverpool gewonnen und Real Madrid einen Auswärtssieg bei AEK Athen eingefahren. Damit ging der vierte Spieltag der Champions-League-Ligaphase 2026/27 mit einer Serie torreicher Partien zu Ende, bei denen insgesamt über 30 Tore erzielt wurden. Für das ukrainische Publikum bleibt das Debüt von Domchak der absolute Höhepunkt: Der 19-jährige Torhüter hat bewiesen, dass er auf dem Niveau europäischer Topklubs mithalten kann, und es wartet eine weitere Saison, in der Slavia um den Einzug in die K.-o.-Runde kämpfen wird.