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title: "Dominoeffekt: Wie das 21. EU-Sanktionspaket bereits russische Überweisungen und das Schach trifft"
description: "🚨 Das 21. EU-Sanktionspaket greift bereits: Banküberweisungen gestört, Dworkowitsch verliert die Kontrolle über die FIDE, und Russen in Serbien verlieren den Zugang zu Geld aus der Heimat. 🌍💸 #Sanktionen #Russland #EU"
date: 2026-07-24T19:14:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/dominoeffekt-wie-das-21-eu-sanktionspaket-bereits-russische-uberweisungen-und-das-schach-trifft
tags: [russia, eu-sanctions, arkady-dvorkovich, serbia, fide]
publisher: "XAB.info"
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# Dominoeffekt: Wie das 21. EU-Sanktionspaket bereits russische Überweisungen und das Schach trifft

![Stacheldraht im Vordergrund mit unscharfer russischer Flagge im Hintergrund — Symbol für Isolation und Einschränkungen durch das 21. EU-Sanktionspaket, das Überweisungen und Schachturniere betrifft](https://xab.info/media/2026/07/24/effekt-domino-kak-21-y-paket-sanktsiy-es-uzhe-byet-po-rossiyskim-perevodam-i-shahmatam/effekt-domino-kak-21-y-paket-sanktsiy-es-uzhe-byet-po-rossiyskim-perevodam-i-shahmatam-1.webp)

Nur wenige Stunden nach der offiziellen Verabschiedung des 21. Sanktionspakets der EU gegen Russland durch den Rat der EU begannen sich die Folgen der Beschränkungen im realen Sektor bemerkbar zu machen. Während Sanktionen zuvor oft als abstrakte politische Maßnahmen wahrgenommen wurden, ist ihr Einfluss nun für Unternehmen und Privatpersonen greifbar geworden.

### Ausfall bei internationalen Überweisungen

Der erste Schlag war die Störung internationaler Banktransaktionen. Laut dem russischen Nachrichtenportal „Agentstvo. Novosti“, auf das sich RBC-Ukraine beruft, wurden unmittelbar nach Inkrafttreten der Beschränkungen die Operationen zwischen der russischen „Zifrom Bank“ und der kasachischen Freedom Bank eingestellt.

Die Situation entwickelte sich rasch: Zuerst versuchte die Führung der „Zifrom Bank“, die Probleme auf geplante Wartungsarbeiten zurückzuführen, musste jedoch bald zugeben, dass die Transaktionen vorübergehend nicht verfügbar sind. Dies schuf einen Präzedenzfall, bei dem selbst Transitüberweisungen über befreundete Jurisdiktionen gefährdet wurden.

### Persönliche Geschichten: Geschlossene Kommunikationskanäle zur Heimat

Die Sanktionen betreffen nicht nur große Konzerne, sondern auch Privatpersonen, die im Ausland leben. Ein anschauliches Beispiel sind Russen, die nach Beginn des Konflikts nach Serbien gezogen sind. Für sie ist der wichtigste Weg, Geld aus Russland zu erhalten – die Mieteinnahmen aus Immobilien –, faktisch blockiert.

Wie ein Gesprächspartner des Portals berichtete, sind alternative Geldüberweisungsmethoden wie Kryptowährungen in Serbien mit erheblichen Risiken verbunden. Das lokale Steuergesetz macht Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten kompliziert, und bei Verstößen gegen die Regeln ist sogar eine Kontosperrung möglich. Dies führt zu einer Sackgasse für Expats, die ihrer gewohnten Finanzinstrumente beraubt sind.

### Schach-Skandal: Dworkowitsch verliert die Kontrolle über die FIDE

Parallel zu den finanziellen Erschütterungen hat das 21. Sanktionspaket auch einen Schlag gegen die Sportdiplomatie ausgeführt. Der ehemalige russische Vizepremier Arkadi Dworkowitsch, der den Posten des Präsidenten der Internationalen Schachföderation (FIDE) innehatte, hat die Leitung der Organisation faktisch verloren. Nach Angaben von Quellen ist dies eine direkte Folge der neuen EU-Beschränkungen, die seine weitere Amtszeit unmöglich gemacht haben.

Dieser Fall zeigt, wie Sanktionen in Bereiche eindringen, die zuvor als „neutral“ galten – von der Finanzwelt bis zum Sport.

### Umfang der Beschränkungen: 218 neue Positionen

Am 23. Juli hat der Rat der EU offiziell das 21. Sanktionspaket verabschiedet, das, wie die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas, betonte, das umfangreichste der letzten vier Jahre ist. In die Sanktionslisten wurden 218 Einträge aufgenommen – von Einzelpersonen über Unternehmen bis hin zu ganzen Branchen.

Dieser Schritt verstärkt nicht nur den Druck auf die russische Wirtschaft, sondern verändert auch die Landschaft der internationalen Beziehungen und zwingt dazu, logistische und finanzielle Lieferketten weltweit neu zu bewerten.