Die Bewohner Kiews sehen sich mit einer neuen Welle von Preiserhöhungen im städtischen Nahverkehr konfrontiert. Während die Fahrpreise im kommunalen Verkehr Mitte Juli bereits gestiegen waren, betraf die Preiserhöhung ab dem 1. August auch die privaten Verkehrsbetriebe. Die Kiewer müssen nun ihr Budget für tägliche Fahrten überdenken.
Minibusse verdoppeln ihre Preise
Die spürbarsten Änderungen traten im Bereich der Minibusse (Marshrutkas) auf. Der Fahrpreis, der zuvor 10 Hrywnia betrug, hat sich verdoppelt – jetzt kostet eine Fahrt 20 Hrywnia. Für jene Linien, bei denen der Tarif höher lag und 20 Hrywnia betrug, stieg der Preis auf 25 Hrywnia.
Igor Moiseenko, Leiter der „Assoziation der Verkehrsbetriebe von Kiew und der Oblast Kiew“, erläuterte die Gründe für diesen drastischen Preisanstieg. Nach seinen Angaben hatten die Verkehrsbetriebe geplant, die Tarife bereits am 15. Juli zu erhöhen, hielten sich jedoch zurück, um die Fahrgäste nicht innerhalb kurzer Zeit doppelt zu belasten. In den letzten anderthalb Wochen hat sich die Situation jedoch geändert: Die Kraftstoffkosten sind um 15 Hrywnia gestiegen, was die alten Tarife wirtschaftlich unrentabel gemacht hat.
Neue Tarife im kommunalen Verkehr
Im städtischen kommunalen Verkehr (U-Bahn, Busse, Straßenbahnen, Trolleybusse und die Standseilbahn) kostet ein Einzelticket nun 30 Hrywnia. Für regelmäßige Nutzer gibt es Rabattsysteme beim Kauf von Monatspaketen.
Zudem können die Kiewer Monatskarten mit einer begrenzten Anzahl von Fahrten erwerben. Eine unbegrenzte Monatskarte für alle Arten des kommunalen Verkehrs kostet 3.656 Hrywnia.
Erhalt der Vergünstigungen
Trotz der Preiserhöhungen haben die Stadtbehörden alle festgelegten Vergünstigungen für den kommunalen Verkehr beibehalten. Insbesondere können Schüler während des Schuljahres weiterhin kostenlos fahren. Während der Sommerferien gilt für Schüler ein Rabatt: Sie zahlen nur 25 % des Ticketpreises.