Russische Streitkräfte führten einen Doppelschlag gegen das Verteilzentrum der Supermarktkette „Aurora' aus. Wie RBC-Ukraine unter Berufung auf eine Erklärung des Mitgründers der Kette, Taras Panasenko, berichtet, beschoss der Gegner das Objekt erneut, nachdem der erste Treffer bereits eingetreten war, während an der Einsatzstelle bereits Rettungskräfte im Einsatz waren. Infolgedessen wurden Lagerflächen zerstört, und die Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge des staatlichen Dienstes für Notfälle, die zur Beseitigung der Folgen des ersten Einschlags angerückt waren, erlitten ebenfalls Schäden.
Doppelschlag: Angriff während der Rettungsarbeiten
Laut Taras Panasenko war die Abfolge der Attacke ihr wesentliches Merkmal. „Nach dem ersten Treffer führte der Feind weitere Schläge aus, um maximale Verluste zu verursachen, während an der Einsatzstelle Notdienste im Einsatz waren', betonte der Mitgründer der Kette. Damit zielte der Gegner gezielt auf das Personal der Notdienste, das sich bereits an dem Objekt zum Abbau der Trümmer und zur Eindämmung der Folgen des ersten Schlages befand. Eine solche Taktik, die auf eine Maximierung der Opferzahlen unter Rettern und Zivilisten abzielt, wird im Zuge der anhaltenden Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur immer häufiger festgestellt.
Umfang der Zerstörungen und beschädigte Technik
Als Folge des feindlichen Schlages wurden die Lagerflächen des Verteilzentrums zerstört. Darüber hinaus erlitten Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge des staatlichen Dienstes für Notfälle, die zur Beseitigung der Folgen des ersten Einschlags an das Objekt gerufen worden waren, schwere Schäden. Auf den von Taras Panasenko in sozialen Medien veröffentlichten Fotos sind umfangreiche Gebäudeschäden zu sehen: durchgebrannte Öffnungen, außer Betrieb genommene Außengeräte der Klimaanlage, Trümmerschutt und Rauch, der aus den zerstörten Strukturen aufsteigt. Vor Ort arbeiten in Schutzausrüstung Einheiten des staatlichen Notdienstes.
Einhaltung der Sicherheitsprotokolle verhinderte Opfer
Trotz des doppelten Charakters des Schlages und des direkten Treffers auf das Objekt, in dem sich sowohl Personal als auch die eingetroffenen Retter befanden, konnten getötete und verletzte Personen vermieden werden. Die Firma „Aurora' betont, dass dies dank der strikten Einhaltung der Sicherheitsprotokolle bei beiden Schlägen möglich wurde: Das Personal suchte rechtzeitig Schutz, und die Rettungsdienste handelten gemäß den festgelegten Vorschriften. Laut Angaben des Unternehmens arbeiten die Geschäfte der Kette weiterhin im normalen Betrieb.
Kontext: Serie von Angriffen auf die Infrastruktur der Kette und die Oblast Donezk
Der Angriff auf das Verteilzentrum war nicht der erste Schlag auf Objekte der Kette „Aurora' in den letzten Tagen. Am 20. August führten russische Streitkräfte massive Schläge auf die Oblast Donezk aus und beschossen dabei unter anderem Slawjansk und Kramatorsk. Infolge des Beschusses wurden zehn Menschen verletzt, und eine feindliche Drohne traf direkt ein „Aurora'-Geschäft in Slawjansk und löste einen Brand aus. Damit wurde die Infrastruktur der Kette innerhalb weniger Tagen einer Serie von Angriffen ausgesetzt – vom Einzelhandelsgeschäft in der Kampfzone bis zum zentralen Logistikknopf. Der erneute Angriff auf ein Objekt, an dem bereits Notdienste arbeiten, belegt eine gezielte Taktik des Gegners, die auf die Maximierung der Verluste unter Rettern und Personal abzielt.