In Zagreb entbrannte ein echter Kampf um Gold im Frauen-Hochsprung. Die Weltrekordlerin Yaroslava Mahuchych sicherte sich ihren dritten internationalen Sieg in Folge seit Beginn der Sommersaison und bestätigte damit ihren Status als eine der stärksten Athletinnen der Welt. Der Weg zum Podium war diesmal jedoch nicht einfach und von einer angespannten taktischen Auseinandersetzung geprägt.

Strategie und Drama bei 1,97 Metern

Der Wettbewerb begann mit einem interessanten Manöver: Die Ukrainerin und die titelbeladene Australierin Eleanor Patterson übersprangen die ersten Höhen nicht, sondern starteten direkt bei der Latte von 1,90 Metern. Beide Athletinnen meisterten diese Höhe beim ersten Versuch und gaben damit von Anfang an ein hohes Tempo vor.

Anschließend übersprang Yaroslava 1,93 m nicht, zeigte aber bei 1,95 m erneut ihre Klasse, indem sie die Latte beim ersten Sprung überwand, während die Konkurrentinnen mehr Versuche benötigten. Die eigentliche Dramatik entfaltete sich bei einer Höhe von 1,97 Metern. Die ersten beiden Versuche von Mahuchych scheiterten.

Die Situation wurde kritisch: Yaroslavas Hauptkonkurrentin, Angelina Topych, übersprang diese Höhe nicht und versetzte die Latte strategisch nach oben. Doch beim dritten und letzten Versuch überwand die Ukrainerin die Latte und sicherte sich damit den ersten Platz. Bereits als Siegerin stürmte Mahuchych die Höhe von 2,01 Metern, konnte diese aber diesmal nicht bezwingen.

Emotionen der Siegerin und Ergebnisse der Kolleginnen

Nach ihrem Auftritt teilte Yaroslava ihre Eindrücke vom Sieg:

„Ich habe 1,97 m gesprungen. Ich denke, das war ein guter Versuch. Ich weiß, dass ich höher springen kann. Es ist immer anders, außerhalb des Stadions zu wettbewerben. Ich habe viele Ukrainer gesehen – das war sehr schön und warm für mich“.

In Zagreb traten im Hochsprungbereich gleich zwei Ukrainerinnen an. Für Iryna Herashchenko verlief das Turnier weniger erfolgreich. Sie meisterte die Höhen von 1,75, 1,80 und 1,85 Metern souverän beim ersten Versuch. Doch die Latte bei 1,90 m unterwarf sich Iryna nicht, weshalb sie den Wettbewerb auf dem 9. Platz beendete.

Besonders hervorzuheben ist der Auftritt der guineischen Athletin Fatoumata Balli, die sensationell 1,93 m übersprang und damit den nationalen Rekord ihres Landes verbesserte.