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title: "Die dritte Galaxie ohne Dunkle Materie: Wie eine kosmische Katastrophe die Gesetze der Physik umschrieb"
description: "Wissenschaftler haben die dritte Galaxie ohne Dunkle Materie gefunden! 🌌 Das Objekt NGC 1052-DF9, das zuvor fälschlicherweise für ein Schwarzes Loch gehalten wurde, hat die Vorstellungen über die Sternentstehung auf den Kopf gestellt. Die Entdeckung beweist, dass Galaxien infolge kosmischer Kollisionen auch ohne einen „unsichtbaren Rahmen“ entstehen können. 🔭✨"
date: 2026-06-23T11:14:00.000Z
lang: de
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# Die dritte Galaxie ohne Dunkle Materie: Wie eine kosmische Katastrophe die Gesetze der Physik umschrieb

![Milchstraße nachts: Symbol von Galaxien, einschließlich der neuen Entdeckung – der dritten Galaxie ohne Dunkle Materie, die die Physik umstürzt](https://xab.info/media/2026/06/23/tretiya-galaktika-bez-temnoy-materii-kosmicheskaya-katastrofa/tretiya-galaktika-bez-temnoy-materii-kosmicheskaya-katastrofa-1.webp)

Die Astronomie erlebt eine Ära fundamentaler Entdeckungen. Eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern hat die Existenz einer dritten Zwerggalaxie bestätigt, die keine Dunkle Materie enthält. Die Entdeckung des Objekts NGC 1052-DF9, das sich 67 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt befindet, erweitert nicht nur den Katalog der Himmelskörper, sondern stellt etablierte Theorien darüber in Frage, wie Sterne entstehen und Strukturen im Universum gebildet werden.

### Vom Schwarzen Loch zur Geistergalaxie

Die Geschichte der Entdeckung von NGC 1052-DF9 ist voller Überraschungen. Zunächst klassifizierten Astronomen dieses Objekt fälschlicherweise als supermassereiches Schwarzes Loch. Der Wendepunkt trat ein, als der Doktorand der Yale University, Michael Kame, die mutige Hypothese aufstellte: Vor den Wissenschaftlern befand sich kein Schwarzes Loch, sondern eine diffuse Galaxie.

Zur Überprüfung der Theorie wurde eine detaillierte Untersuchung mit dem optischen Instrument Cosmic Web Imager im Keck-Observatorium auf Hawaii initiiert. Die Beobachtungsergebnisse bestätigten Kames Annahme, enthüllten jedoch noch erstaunlichere Details.

### Die Mathematik des Unsichtbaren

Der Schlüsselbeweis für das Fehlen Dunkler Materie war die exakte Masse der Galaxie. Durch die Messung der Bewegungsgeschwindigkeit der Sterne innerhalb von DF9 berechneten die Forscher deren Gewicht. Es erwies sich als äquivalent zu 100 Millionen Sonnenmassen.

Diese Zahl entspricht vollständig dem Volumen der sichtbaren, gewöhnlichen Materie für ein Objekt dieser Größe. Im Standardmodell der Kosmologie wäre die Situation anders gewesen: Hätte die Galaxie eine übliche Menge Dunkler Materie besessen, hätte ihre Gesamtmasse 10 Milliarden Sonnenmassen überschritten. Tatsächlich besteht DF9 ausschließlich aus dem, was wir sehen können.

### Zeugen einer kosmischen Katastrophe

Besonders interessant ist die Lage des neuen Fundes. Die Galaxie NGC 1052-DF9 bildete sich auf einer geraden Linie zusammen mit neun anderen Galaxien. Zwei davon, DF2 und DF4, hatten Astronomen zuvor entdeckt – auch sie sind frei von unsichtbarer Materie.

Dass drei Galaxien ohne Dunkle Materie in einer schmalen Kette aufgereiht sind, deutet auf einen gemeinsamen Ursprung hin. Nach Ansicht der Autoren der Studie kam es in der Vergangenheit zu einer Hochgeschwindigkeitskollision riesiger Galaxien. Während des gewaltigen Aufpralls trennte sich die gewöhnliche Gasmasse von der schweren, unsichtbaren Dunklen Materie. Anschließend bildete sich aus diesem restlichen Gas entlang der Bewegungsrichtung ein neuer Schweif aus Zwerggalaxien.

### Das Umschreiben der Physik-Lehrbücher

Diese Entdeckung verändert die grundlegenden Vorstellungen über die Evolution des Kosmos. Bisher ging man davon aus, dass Sterne ausschließlich innerhalb eines Halos aus Dunkler Materie entstehen können, der als gravitativer Rahmen dient. Neue Daten beweisen, dass dieser Prozess unter extremen Bedingungen auch ohne deren Beteiligung möglich ist.

Zudem bestätigt die Entdeckung, dass Dunkle Materie eine reale physikalische Substanz ist, die unabhängig von Gas wirken kann. Dies ist ein schwerer Schlag gegen alternative Theorien der modifizierten Gravitation, die versuchten, Anomalien in der Sternbewegung ohne die Einführung einer hypothetischen Dunklen Materie zu erklären.

Gegenwärtig setzen Astronomen die Beobachtungen mit neuen Teleskopen fort, um Restgase nach der ursprünglichen Kollision zu entdecken und so das Bild des vor Milliarden von Jahren Geschehenen endgültig zu rekonstruieren.