In der Nacht vom 11. Juli erlebte die ukrainische Hauptstadt einen massiven Angriff, der bereits der dritte in dieser Woche war. Russische Truppen griffen Kiew mit einem breiten Spektrum an Waffen an: mehr als 120 Angriffsdrohnen und 12 Raketen, von denen die Hälfte ballistische Raketen waren. Infolge des Beschusses brachen in der Stadt Brände aus, Wohnhäuser, Bürogebäude und eine theologische Akademie wurden beschädigt.
Umfang des Angriffs und Arbeit der Luftabwehr
Laut Angaben der Nationalpolizei und des Staatlichen Dienstes für Notfälle (GSCHS) schlugen die Kräfte der Luftabwehr die meisten Ziele ab, konnten jedoch nicht vollständig verhindern, dass ballistische Raketen einschlugen. Die Treffer landeten in den Stadtbezirken Solomenskyj, Darnyzkyj und Dniprowskyj der Hauptstadt. Besonders gefährlich war dabei die Unmöglichkeit, ballistische Raketen zuverlässig abzuschießen, was zu Zerstörungen in Wohngebieten führte.
Folgen für die Bevölkerung
Infolge des nächtlichen Angriffs wurden 11 Personen verletzt, darunter ein Kind. Die Verletzungen erlitten noch vor der offiziellen Erklärung der Luftalarmstufe, als die Angriffe auf die zivile Infrastruktur bereits begonnen hatten. Vor Ort arbeiten operative Dienste, die sich mit der Beseitigung der Folgen, der Brandbekämpfung und der Hilfe für die Verletzten beschäftigen.
Reaktion der Behörden und internationaler Kontext
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj betonte in seiner Erklärung die Notwendigkeit, die Versprechen der westlichen Partner schneller zu erfüllen. Er forderte, die auf der NATO-Sitzung getroffenen Vereinbarungen so schnell wie möglich umzusetzen, einschließlich der Gewährung von Lizenzen für das Patriot-Luftabwehrsystem und den Start eines gemeinsamen europäischen Projekts zum Schutz vor ballistischen Raketen.
Lage in anderen Regionen
Die Beseitigung der Folgen des Angriffs findet nicht nur in Kiew statt. Brände und Zerstörungen wurden auch in den Oblasten Odessa, Sumy, Charkiw und Tschernihiw registriert. Die operativen Dienste setzen ihre Arbeit in allen betroffenen Gebieten fort.