Im Schwarzen Meer, in der Nähe des russischen Hafens Noworossijsk, ist ein schwerer Vorfall mit einem zivilen Schiff geschehen. Das Frachtschiff Nadezhda wurde Ziel eines Angriffs durch unbemannte Fluggeräte. Infolge des Treffers brach an Bord ein Feuer aus, und Besatzungsmitglieder erlitten schwere Verletzungen.
Chronologie und Umstände des Vorfalls
Der Angriff erfolgte am Montagabend. Zum Zeitpunkt des Treffers befand sich das Schiff etwa 20 Seemeilen vor der russischen Küste. Das Schiff folgte einer Route von Noworossijsk zum türkischen Hafen Samsun. Laut Augenzeugenberichten und Berichten trafen die Drohnen direkt den Bugbereich des Schiffes, wo sich die Brücke befindet. Genau in diesem Sektor brach ein Feuer aus, das die Ursache für die Verletzungen war.
Folgen und Rettungsaktion
Infolge des Angriffs erlitten drei Besatzungsmitglieder schwere Verletzungen. Trotz der schwierigen Lage verlief die Rettungsaktion erfolgreich. Laut Informationen der türkischen Küstenwache konnten alle 22 Seeleute, einschließlich der Verletzten, evakuiert werden. Die Besatzung wurde nach Russland gebracht, um medizinische Hilfe zu erhalten und die Umstände des Vorfalls weiter zu untersuchen.
Sicherheitskontext im Schwarzen Meer
Der Vorfall mit dem Schiff Nadezhda ist unter den aktuellen Bedingungen kein Einzelfall. Zuvor sank im Schwarzen Meer nach einem Angriff ukrainischer Drohnen der russische Containerschiff Yanina. Dieses Schiff gehörte der Firma FESCO, die Teil der staatlichen Korporation „Rosatom“ ist.
Die Eskalation der Spannungen zwingt die Seiten dazu, die Sicherheitsregeln zu überdenken. Wie die Agentur Bloomberg berichtete, erwägt Russland die Möglichkeit, Getreideschiffe mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen auszustatten, einschließlich Maschinengewehren und Panzerung, sowie die Einbindung militärischer Begleitung zur Sicherung des Getreideexports.
Gleichzeitig werden einschränkende Maßnahmen in den Häfen eingeführt. Insbesondere in Noworossijsk wurde ein vorübergehendes Verbot für die Schifffahrt in der Nachtzeit eingeführt – von Mitternacht bis 5:00 Uhr morgens. Diese Maßnahme wurde aufgrund der Bedrohung durch neue Drohnenangriffe auf Schiffe, die vor Anker liegen oder sich im Hafen befinden, getroffen.