Am 18. Juni war Moskau Ziel eines massiven Drohnenangriffs. Laut russischen Medien flogen mehr als 180 Drohnen auf die Hauptstadt zu. Ein Hauptziel des Angriffs war das Moskauer Erdölraffineriewerk in Kapotnja, wo ein Großbrand ausbrach. Feuer und dichter Rauch waren aus vielen Stadtteilen sichtbar.
Plan "Teppich" und Zusammenbruch der Luftfahrt
Aufgrund der Sicherheitsbedrohung in Moskau wurde der Sonderplan "Teppich" aktiviert. Dies führte zu einer vorübergehenden Einschränkung des Betriebs aller wichtigen Flughäfen der Stadt: Scheremetjewo, Domodedowo, Wnukowo und Schukowski. Infolgedessen wurden mehr als 500 Flugverbindungen gestrichen, was ernsthafte Probleme für Passagiere und Logistikunternehmen verursachte.
Der Markt reagiert auf den Schlag gegen die Infrastruktur
Die Ereignisse am Boden schlugen sich sofort in den Finanzkennzahlen nieder. Der russische Aktienmarkt brach unmittelbar nach den Nachrichten über den Angriff ein. Die Aktien der Schlüsselakteure im Energiesektor verzeichneten einen steilen Absturz.
Laut Daten des Börsenmonitors MOEX befanden sich fast alle Unternehmen des Energiesektors im Minus. Die "Rosneft" führte die Liste der größten Emittenten mit negativer Dynamik an. Auch die Papiere von "Gazprom" und "Lukoil" verloren erheblich an Wert.
Der synchrone Rückgang der Aktienwerte aller fünf größten Öl- und Gasunternehmen Russlands deutet auf eine scharfe negative Reaktion der Investoren hin. Der Markt nahm den Angriff als Bedrohung für die strategische Infrastruktur des Landes wahr. Neben den Energieunternehmen sanken auch die Kurse von "Surgutneftegas" (-0,99 %) und "Sberbank" (-0,70 %).
Offizielle Position Kiews
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kommentierte den Angriff und nannte ihn eine gerechte Antwort auf russische Angriffe auf ukrainische Städte und Siedlungen. Der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine bestätigte offiziell den Schlag gegen die Moskauer Raffinerie und veröffentlichte eine vollständige Liste der getroffenen Objekte auf dem Territorium Russlands.