In der Nacht zum 14. Juni wurde russisches Territorium einem massiven Angriff von unbemannten Fluggeräten ausgesetzt. Eines der Hauptziele war das Öltanklager „Speztorch Plus“ in der Stadt Rybinsk, das sich in unmittelbarer Nähe des Jarslawler Erdölraffineriekomplexes befindet.
Alarm und Warnung des Gouverneurs
Die Ereignisse entwickelten sich rasch. Um 05:00 Uhr am Sonntagmorgen veröffentlichte Michail Jevraev, der Gouverneur der Oblast Jaroslawl, eine dringende Ansprache an die Einwohner der Region und warnte vor der Gefahr durch Drohnen. Der Beamte forderte die Bürger auf, ruhig zu bleiben, aber die Sicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten. Insbesondere empfahl er Personen, die sich im Freien befanden, offene Flächen sofort zu verlassen und Schutz in den nächsten Gebäuden zu suchen.
Für diejenigen, die sich in Gebäuden aufhielten, wurden klare Anweisungen gegeben: Fenster mit dichten Stoffen zuzuziehen oder Jalousien herunterzulassen, sich in einen sicheren Abstand von den Fensteröffnungen zurückzuziehen und sich in fensterlose Räume zu begeben. Diese Warnung erfolgte kurz bevor die Schläge gegen das Objekt geführt wurden.
Folgen des Anschlags und Einsatz der Flugabwehr
Trotz des intensiven Einsatzes des russischen Flugabwehrsystems in der Oblast Jaroslawl gelang es den Drohnen, die Verteidigung zu durchbrechen und den Angriff durchzuführen. In sozialen Netzwerken und Foren begannen Videoaufnahmen von Augenzeugen zu erscheinen. Auf den Aufnahmen sind deutlich ein starker Brand und riesige Rauchsäulen zu sehen, die hoch in den Himmel aufsteigen.
Im Zusammenhang mit dem Vorfall und dem Brand auf dem Objekt teilte Gouverneur Jevraev mit, dass die Ausfahrt aus Jaroslawl in Richtung Moskau gesperrt wurde. Diese Verkehrsbeschränkung betraf eine der wichtigsten Verkehrsadern der Region.
Strategische Bedeutung des Objekts
Das Öltanklager „Speztorch Plus“ ist ein Objekt der kritischen Infrastruktur. Es verfügt über Tanks mit einem Gesamtvolumen von mehr als 300.000 Kubikmetern. Aufgrund seiner Rolle bei der Energieversorgung Russlands und der logistischen Lieferketten für die Armee war das Objekt regelmäßig Ziel ukrainischer Drohnen. Besonders intensive Angriffe wurden im Frühjahr und Anfang des Sommers 2026 registriert.
Umfang der Nachtoperation
Der Angriff auf Rybinsk war in dieser Nacht nicht der einzige. Nach Angaben von Quellen wurden Angriffe entlang der gesamten Frontlinie und tief im Hinterland geführt. Es wurde über die Treffer eines Chemiewerks in Nowomoskowsk sowie über Angriffe auf die Eisenbahninfrastruktur in der Oblast Smolensk und die besetzte Stadt Ilowajsk in der Oblast Donezk berichtet.
Auch das Chemiewerk „Asot“ in Nowomoskowsk wird nicht zum ersten Mal von Drohnen angegriffen. Wie das Öltanklager in Rybinsk spielt dieses Unternehmen eine wichtige Rolle in der Wirtschaft des Aggressors und bei der Versorgung der Armee, was es zu einem prioritären Ziel für Gegenangriffe macht.