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title: "Mehr als 300.000 Abonnenten nach Drohnenangriff auf Energienetz im besetzten Gebiet Luhansk ohne Strom"
description: "Nach einem Drohnenangriff auf die Energieinfrastruktur des besetzten Gebiets Luhansk sind nach Angaben der Besatzungsbehörden über 300.000 Abonnenten im Süden und Zentrum der Region ohne Strom."
date: 2026-11-07T23:52:37.588Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/drohnenangriffe-luhansk-energieinfrastruktur
tags: [drone-attack, luhansk, energy-infrastructure, power-outage, ukraine-war]
author: "Roman V."
publisher: "XAB.info"
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# Mehr als 300.000 Abonnenten nach Drohnenangriff auf Energienetz im besetzten Gebiet Luhansk ohne Strom

![Einsatzkräfte der Feuerwehr arbeiten nächtlich vor einem Löschfahrzeug nach einem Drohnenangriff](https://xab.info/media/2026/11/07/udary-dronov-po-energetike-luganshchiny/udary-dronov-po-energetike-luganshchiny-1.webp)

## Kernpunkte

- Über 300.000 Abonnenten im Süden und Zentrum der Region sind nach einem Drohnenangriff auf die Energieinfrastruktur des besetzten Luhansk ohne Strom.
- Besatzungsbehörden behaupten, es gebe keine Verletzten, während Pasechnik zuvor von zwei Verwundeten sprach.
- Das besetzte Gebiet Luhansk ist regelmäßig Ziel von Drohnenangriffen auf Energie- und Kommunikationsanlagen.
- Die Aussagen der Besatzungsbehörden lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

In der Nacht zum 7. November 2026 haben Drohnen die Energieinfrastruktur des besetzten Gebiets Luhansk angegriffen. Nach Angaben der Besatzungsbehörden der sogenannten „LNR“ und des russischen Mediums ASTRA blieben infolge des Angriffs mehr als 300.000 Abonnenten ohne Stromversorgung. Der Süden und das Zentrum der Region sind stromlos, wo laut Angaben der Besatzer ein spezieller Stab zur Beseitigung der Folgen arbeitet.

### Ausmaß des Stromausfalls

Wie RBK-Ukraina unter Berufung auf die besatzungsorientierte „Regierung“ der „LNR“ und ASTRA berichtet, führten Drohnenangriffe auf Energieobjekte zu einem massiven Stromausfall im südlichen und zentralen Teil des besetzten Gebiets. Die Zahl der Abonnenten ohne Stromversorgung überstieg diesen Angaben zufolge 300.000. Die Besatzungsbehörden behaupten, es habe keine Verletzten durch den Angriff gegeben, und die Koordinierung der Wiederherstellungsarbeiten werde von einem eigens eingerichteten Stab geleitet.

### Widersprüchliche Aussagen zu Verletzten

Gleichzeitig hatte der von Russland ernannte „Chef“ des besetzten Gebietes Luhansk, Leonid Pasechnik, am selben Tag, dem 7. November, zuvor von zwei Verletzten gesprochen. Seinen Angaben zufolge wurde in Lysytschansk ein 41-jähriger Mann verletzt, und im Rajon Kreminna wurde ein 42-jähriger Mann nach einem Drohneneinschlag in einem Hof verletzt. Somit widersprechen sich die Angaben der Besatzungsseite bezüglich der Opferzahlen: von „keine Verletzten“ bis hin zu zwei Verwundeten.

### Serie von Angriffen auf die regionale Infrastruktur

Das besetzte Gebiet Luhansk wird regelmäßig Ziel von Drohnenangriffen. In der Nacht zum 23. Oktober griffen Drohnen das besetzte Luhansk massiv an: Nach Explosionen fiel in einem Teil der Stadt die Verbindung aus und es kam zu Stromausfällen, was auf ein mögliches Ziel — Kommunikationsanlagen — hindeutet. Zwei Tage zuvor, am 21. Oktober, hatten Drohnen das Gebäude des Betreibers „Lugacom“ und das Telekommunikations-Dienstleistungszentrum in Luhansk getroffen. Am 20. Oktober geriet zudem das Rechenzentrum von „Ugletelecom“ im besetzten Donezk unter Beschuss.

### Kontext und Unmöglichkeit einer unabhängigen Überprüfung

Sämtliche aufgeführten Aussagen der Besatzungsbehörden lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Vor dem Hintergrund anhaltender Angriffe auf die Hinterlandinfrastruktur teilte der Hauptnachrichtendienst des ukrainischen Verteidigungsministeriums (GUR) mit, dass Russland einen weiteren Startplatz für Kampfdrohnen baut — einen „Drohnenhafen“ in der Nähe des Militärflugplatzes „Millerowo“ in der Region Rostow, die an das besetzte Gebiet Luhansk grenzt. Nach vorläufigen GUR-Schätzungen soll die Anlage nach Fertigstellung bis zu 100 Starts von Strahlrohnen pro Tag ermöglichen, was der steigenden Intensität von Angriffen auf Energie- und Kommunikationsanlagen in den besetzten Gebieten entspricht.

## Die Angaben gehen auseinander

### Anzahl der Verletzten durch den Angriff

- **Besatzungsbehörden der „LNR“ / ASTRA:** Es gibt keine Verletzten durch den Angriff ([rbc.ua](https://www.rbc.ua/ukr/news/okupovaniy-luganshchini-pislya-udariv-droniv-1794095259.html))
- **Von Russland ernannter „Chef“ der LNR Leonid Pasechnik:** Zwei Verwundete: ein 41-jähriger Mann in Lysytschansk und ein 42-jähriger Mann im Rajon Kreminna ([rbc.ua](https://www.rbc.ua/ukr/news/okupovaniy-luganshchini-pislya-udariv-droniv-1794095259.html))

*Worin sie übereinstimmen:* Ein Drohnenangriff auf die Energieinfrastruktur des besetzten Gebiets Luhansk hat stattgefunden, was von den Besatzungsbehörden selbst bestätigt wird

## Faktencheck und Quellen

- [На оккупированной Луганской области после ударов дронов без света более 300 тысяч абонентов](https://www.rbc.ua/ukr/news/okupovaniy-luganshchini-pislya-udariv-droniv-1794095259.html) - Primärquelle: Angaben der Besatzungsbehörden der „LNR“ und ASTRA über 300k+ Abonnenten ohne Strom, Erklärungen zu Verletzten und Angriffs-Serie. Unabhängige Überprüfung nicht möglich.
- [Россия строит ещё один "дронопорт" для запуска до 100 реактивных дронов в день, – ГУР](https://www.unian.net/war/voyna-v-ukraine-rossiya-stroit-eshche-odin-dron-port-gur-13543008.html) - Kontextquelle: GUR-Meldung zum Bau einer Drohnen-Startbasis nahe „Millerowo“ in der Region Rostow. Wird ausschließlich als Kontext verwendet.

## Häufige Fragen

### Wie viele Abonnenten blieben nach dem Angriff ohne Strom?

Nach Angaben der Besatzungsbehörden der „LNR“ und von ASTRA sind es mehr als 300.000 Abonnenten im Süden und Zentrum des besetzten Gebiets Luhansk.

### Gibt es Verletzte?

Die Besatzungsbehörden behaupten, es gebe keine Verletzten. Gleichzeitig hatte Leonid Pasechnik zuvor zwei Verletzte gemeldet. Diese Angaben widersprechen sich und können nicht unabhängig überprüft werden.

### Können diese Aussagen überprüft werden?

Nein, die Aussagen der Besatzungsbehörden können nicht unabhängig überprüft werden.