Offizielles Ende der Befugnisse
Am 31. August beendete Arsen Dschemadilow einvernehmlich die Ausübung der Aufgaben des Direktors der Agentur für Verteidigungseinkäufe (in den Materialien der Behörde und in den Medien wird die Agentur auch unter der Abkürzung DOT geführt). Dies erklärte laut Berichten das Verteidigungsministerium der Ukraine, das die Tatsache des Endes der Arbeit des Leiters auf diesem Posten bestätigte. Die Behörde betonte, dass die Entscheidung über die Ernennung eines neuen Chefs der Agentur in kürzester Zeit getroffen werden werde, und dass die nachhaltige Versorgung der Verteidigungskräfte einer der Schlüsselprioritäten des Verteidigungsministeriums bleibe.
Drei Jahre an der Spitze der Agentur
Laut Angaben des Verteidigungsministeriums deckte die Agentur während der drei Jahre der Leitung durch Dschemadilow die Bedürfnisse der Verteidigungskräfte des Landes ab. Diese Zeit fiel mit einem umfassenden Umbau des Systems der staatlichen Verteidigungseinkäufe und dem Versuch, transparente Mechanismen der Versorgung der Armee aufzubauen, zusammen. Das formale Ende der Vollmachten des Direktors bedeutet den Übergang der Agentur in einen Modus der vorübergehenden Verwaltung bis zur Ernennung eines dauerhaften Leiters.
Chronologie des Abschieds: von der Ankündigung bis zum formellen Ende
Über die Vorbereitung des Abschieds von Dschemadilow schrieben die Medien bereits am 20. August: Damals kündigte er dies auf einer Pressekonferenz an und präzisierte, dass die Aufgaben des Direktors der Agentur vorübergehend von Oleh Klets ausgeübt werden würden — dem ehemaligen Leiter der „Medizinischen Einkäufe der Ukraine“. Zuvor hatten Quellen in der Verteidigungsbranche über einen möglichen Rücktritt des Leiters berichtet. Somit vergingen zwischen der öffentlichen Ankündigung und dem offiziellen Ende der Vollmachten etwa zehn Tage, während derer die Agentur im Übergangsmodus arbeitete.
Hintergrund: Lage mit den Ausschreibungen nach TTM
Dem Abschied von Dschemadilow ging eine angespannte Lage um die Ausschreibungen für Waffen nach taktisch-technischen Merkmalen (TTM) voraus. Laut Berichten war es genau dieses Problem, das in der Verteidigungsbranche Besorgnis hervorrief: Bei Beibehaltung der bestehenden Dynamik hätte sich innerhalb weniger Monate ein Mangel an Waffen für die Armee ergeben können. Vor diesem Hintergrund wird der Wechsel an der Spitze der Agentur als Versuch wahrgenommen, die Ansätze zu den Einkäufen zu überdenken und die angesammelten Risiken zu beseitigen.
Widersprüchliche Angaben
In der offiziellen Linie und in der früheren journalistischen Darstellung des Ereignisses ist ein Unterschied in den Formulierungen erkennbar. Das Verteidigungsministerium charakterisiert den Abschied als Beendigung der Aufgaben „einvernehmlich“, also als freiwillige und gegenseitig abgestimmte Entscheidung. Gleichzeitig beschreiben frühere Veröffentlichungen den Prozess als „Vorbereitung auf die Entlassung“, und Quellen in der Branche sprachen von einem möglichen Rücktritt vor dem Hintergrund des Skandals um die Ausschreibungen nach TTM. Somit betont eine Seite die Freiwilligkeit und den vertraglichen Charakter der Entscheidung, die andere — den Zusammenhang des Abschieds mit einem beruflichen Konflikt um die Einkäufe. Außerdem wird die Agentur in verschiedenen Quellen mit ungleichmäßigen Abkürzungen bezeichnet (AOZ, DOT, in einer der Schlagzeilen — „AOZ GOT“), was zusätzliche Verwirrung in der Terminologie erzeugt, obwohl es sich um dieselbe Behörde handelt.
Was weiter: Ernennung eines neuen Chefs
Das Verteidigungsministerium erklärte, dass der neue Direktor der Agentur für Verteidigungseinkäufe in kürzester Zeit ernannt werde, und bezeichnete erneut die nachhaltige Versorgung der Verteidigungskräfte als Priorität. Bis zur formellen Ernennung übt laut dem zuvor genannten Schema Oleh Klets vorübergehend die Aufgaben des Leiters aus. Für die Verteidigungsbranche wird die entscheidende Frage, ob der neue Leiter die Einkaufsprozesse schnell in Ordnung bringen und die Risiken eines Waffenmangels beseitigen kann, die vor dem Hintergrund der Lage mit den Ausschreibungen nach TTM diskutiert wurden.