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title: "\"Wir bauen ein neues Energiesystem\": Achmetows DTEK verschiebt Investitionen in die ukrainische Energiebranche nicht bis Kriegsende"
description: "DTEK-Strategiedirektor Iwan Heljuch erklärte, dass die Ukraine im Krieg faktisch ein neues Energiesystem baut, beschädigte Anlagen wiederherstellt und neue Kapazitäten entwickelt. Dies ist die grundsätzliche Position des Aktionärs Rinat Achmetow."
date: 2026-10-28T21:56:48.369Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/dtek-neues-energiesystem-ukraine
tags: [dtek, ukraine-energy, energy-investment, war-economy, rbc-ukraine]
author: "Darja Fomina"
publisher: "XAB.info"
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# "Wir bauen ein neues Energiesystem": Achmetows DTEK verschiebt Investitionen in die ukrainische Energiebranche nicht bis Kriegsende

![Weißer Bauhelm mit DTEK-Logo auf einem Schreibtisch in einem hellen Büro eines Energieunternehmens](https://xab.info/media/2026/10/28/dtek-novaya-energosistema-ukrainy/dtek-novaya-energosistema-ukrainy-1.webp)

## Kernpunkte

- Laut Iwan Heljuch baut die Ukraine seit Beginn der Invasion faktisch ein neues Energiesystem auf und stellt gleichzeitig beschädigte Anlagen wieder her und errichtet neue Kapazitäten.
- DTEK weist darauf hin, dass das Ziel der russischen Angriffe — die Zerstörung des Energiesystems — unverändert bleibt, obwohl sich die Angriffstaktik weiterentwickelt.
- Die grundsätzliche Position des Aktionärs Rinat Achmetow besteht darin, den Bau neuer Kapazitäten nicht bis zum Kriegsende aufzuschieben.
- DTEK-Chef Maxym Timtschenko rief auf dem Kiewer Internationalen Wirtschaftsforum internationale Investoren dazu auf, in die ukrainische Energiewirtschaft zu investieren, und verwies dabei auf die DFC-Koinvestition.

Die ukrainische Energiewirtschaft erlebt unter den Bedingungen eines umfassenden Krieges nach Einschätzung des Top-Managements der größten Energieunternehmen nicht nur eine Wiederherstellung, sondern faktisch einen Neuanfang von Grund auf. Dies erklärte der Strategiedirektor von DTEK, Iwan Heljuch, in einem Interview mit RBC-Ukraine und betonte, dass das Land seit Beginn der Invasion gleichzeitig durch russische Angriffe zerstörte Anlagen repariert und neue Kapazitäten errichtet. Seiner Meinung nach macht diese doppelte Belastung die ukrainische Erfahrung „einzigartig für Europa“.

### Das Ziel des Gegners bleibt unverändert, doch die Angriffs-Taktik entwickelt sich weiter

Bei DTEK wird darauf hingewiesen, dass sich das strategische Ziel des Gegners trotz Änderungen in der Taktik der russischen Angriffe auf die Infrastruktur nicht geändert hat — die Zerstörung des ukrainischen Energiesystems. Genau deshalb, so betont Heljuch, seien Energieunternehmen gezwungen, sich ständig anzupassen: beschädigte Anlagen wiederherzustellen, um den aktuellen Bedarf der Verbraucher zu decken, und parallel dazu neue Kapazitäten „für die Zukunft“ zu bauen. Dem DTEK-Strategen zufolge „gelingt manches besser, manches weniger“, doch der allgemeine Vektor — die Schaffung eines neuen Energiesystems — bleibe über alle Kriegsjahre hinweg bestehen.

### Die grundsätzliche Position des Aktionärs: Den Aufbau nicht bis zum Frieden aufschieben

Als entscheidenden Faktor, der es dem Unternehmen ermöglicht, unter Kriegsbedingungen zu bauen, bezeichnet Heljuch die grundsätzliche Position des DTEK-Aktionärs Rinat Achmetow: Der Bau neuer Energiekapazitäten wird nicht bis zum Ende des Krieges verschoben. Das Unternehmen investiert weiterhin in die Wiederherstellung und Entwicklung der ukrainischen Energiewirtschaft und hält an seinem Kurs fest, eine Führungsrolle im Sektor einzunehmen. Dies macht das Investitionsprogramm von DTEK im Wesentlichen zu einem Element der nationalen Energiesicherheitsstrategie.

### Internationaler Kontext: Forum, DFC und Aufruf an Investoren

Die Position des Unternehmens beschränkt sich nicht auf den Binnenmarkt. Zuvor hatte DTEK-Generaldirektor Maxym Timtschenko auf dem Kiewer Internationalen Wirtschaftsforum erklärt, das Unternehmen werde weiterhin in die ukrainische Energiebranche investieren, „trotz aller Unsicherheit, aller Herausforderungen und der Zerstörung unserer Kapazitäten“. Timtschenko betonte, dass die Zusammenarbeit mit internationalen Finanzinstituten und privaten Investoren eine wichtige Rolle bei der Kapitalbeschaffung spiele, wobei die Entscheidung des US-Finanzinstituts DFC zur Koinvestition mit dem ukrainischen Unternehmen eines der Vertrauenssignale gewesen sei. Vor diesem Hintergrund rief Timtschenko internationale Investoren öffentlich dazu auf, Mittel in den ukrainischen Energiesektor zu investieren.

### Die Größe des Unternehmens als Resilienzfaktor

Die Investitionsaktivität von DTEK wird durch seine Größe gestützt: Offenen Berichten zufolge bleibt das Unternehmen einer der größten Steuerzahler des Landes, was die Ressourcenbasis für die gleichzeitige Wiederherstellung und den Neubau sichert. Zusammengenommen zeichnen die Aussagen von Heljuch und Timtschenko das Bild eines Energiesystems, das unter Kriegsbedingungen nicht nur über Wasser gehalten wird, sondern gezielt umgebaut wird — gestützt auf inländische Investitionen und internationale Partnerschaften.

## Faktencheck und Quellen

- [Несмотря на войну. ДТЭК Ахметова продолжает инвестировать в энергетику Украины](https://www.rbc.ua/ukr/news/popri-viynu-dtek-ahmetova-prodovzhue-investuvati-1793210886.html) - Primärquelle: Zitate von Iwan Heljuch über das „neue Energiesystem“, die doppelte Aufgabe von Wiederherstellung und Bau sowie Achmetows Position.
- [ДТЭК Ахметова продолжит инвестировать в украинскую энергетику, несмотря на российские атаки](https://tsn.ua/ru/groshi/dtek-ahmetova-prodolzhit-investirovat-v-ukrainskuyu-energetiku-nesmotrya-na-rossiyskie-ataki-3200275.html) - Auftritt von Maxym Timtschenko auf dem Kiewer Internationalen Wirtschaftsforum, Erwähnung der DFC-Koinvestition.
- [Несмотря на разрушения, ДТЭК продолжит инвестировать в Украину — это принципиальная позиция ...](https://zn.ua/ECONOMICS/nesmotrja-na-razrushenija-dtek-prodolzhit-investirovat-v-ukrainu-eto-printsipialnaja-pozitsija-aktsionera-akhmetova-timchenko.html) - Deckungsgleich mit TSN bezüglich des Inhalts von Timtschenkos Erklärung und der Rolle internationaler Finanzinstitute.
- [ДТЭК Ахметова заплатил почти 30 млрд грн налогов за первое полугодие 2026 года](https://www.unian.net/economics/finance/dtek-ahmetova-zaplatil-pochti-30-mlrd-grn-nalogov-za-pervoe-polugodie-2026-goda-13476684.html) - Kontext der Unternehmensgröße als größter Steuerzahler; zur Einschätzung der Ressourcenbasis herangezogen, widerspricht der Grundlage nicht.

## Häufige Fragen

### Was genau hat Iwan Heljuch über den Zustand des ukrainischen Energiesystems gesagt?

Er erklärte, dass die Ukraine seit Beginn der russischen Vollinvasion faktisch ein neues Energiesystem aufbaut, während sie beschädigte Anlagen wiederherstellt und neue Kapazitäten entwickelt, und dass diese Erfahrung für Europa einzigartig sei.

### Warum baut DTEK während des Krieges weiter neue Kapazitäten?

Laut Heljuch ist es die grundsätzliche Position des Unternehmensaktionärs Rinat Achmetow, den Bau neuer Energiekapazitäten nicht bis zum Ende des Krieges aufzuschieben.

### Welche Rolle spielt die internationale Partnerschaft?

DTEK-Chef Maxym Timtschenko betonte auf dem Kiewer Internationalen Wirtschaftsforum, dass das Vertrauen internationaler Partner, einschließlich der Koinvestition des US-Instituts DFC, die Umsetzung von Großprojekten auch unter Kriegsbedingungen ermögliche, und rief internationale Investoren dazu auf, in die ukrainische Energiewirtschaft zu investieren.