In der Nacht zum 13. Oktober 2026 wurde die Oblast Lwiw Ziel eines massiven Angriffs feindlicher Drohnen mit Düsenantrieb. Betroffen waren Ortschaften in der Region, darunter das Dorf Murowane, wo herabfallende Trümmer und Brände private Wohnhäuser sowie Fahrzeuge von Anwohnern schwer beschädigten.

Nächtlicher Einschlag und Rettung der Arztfamilie

Eines der am schwersten betroffenen Objekte war das Haus von Jurij Mahola, Urologe am St.-Panteleimon-Krankenhaus, das zum Ersten Medizinischen Verband von Lwiw gehört. Eigenen Angaben zufolge befand sich der Mediziner zum Zeitpunkt des Angriffs im Gebäude. Durch den Einschlag der Düsen-Drohne wurde das Dach komplett weggerissen, Wände und Decken des zweiten Stocks stürzten ein, wodurch das Haus unbewohnbar wurde.

Wie durch ein Wunder gab es keine Todesopfer. Noch vor dem Angriff hatte der Arzt seine Frau und seine Kinder vorsorglich zu Verwandten in Sicherheit gebracht. Jurij Mahola selbst konnte sich über ein Fenster aus dem brennenden Gebäude retten und erlitt lediglich eine Handverbrennung. Das Feuer vernichtete jedoch das gesamte Hab und Gut sowie zwei Familienautos.

Reaktion der Behörden und Ausmass der Zerstörung

Lwiws Bürgermeister Andrij Sadowyj reagierte umgehend auf den Vorfall und bestätigte die Zerstörung des Hauses des Mediziners. Die Stadtverwaltung versicherte, der betroffenen Familie jede notwendige Unterstützung zukommen zu lassen, während Kollegen aus dem Ersten Medizinischen Verband bereits eine Spendenaktion gestartet haben.

Großes Risiko weiterer Angriffe und Sicherheitsmassnahmen

Das Stadtoberhaupt betonte, dies sei bereits der zweite Angriff mit Düsen-Drohnen auf Lwiw und Umgebung innerhalb weniger Tage. Ein ähnlicher Vorfall hatte sich am 10. Oktober ereignet. Angesichts der Eskalation und der veränderten Natur der Luftbedrohungen arbeiten die lokalen Behörden an einer Stärkung der regionalen Verteidigungssysteme, deren Details aus Sicherheitsgründen nicht offengelegt werden.