Heute tritt das kiewische Dynamo zum ersten offiziellen Spiel der Saison 2026/2027 an. Im Rahmen der ersten Qualifikationsrunde der Europa League trifft der kiewische Klub auf den rumänischen Verein Universitatea aus Cluj. Das Spiel verspricht spannend zu sein: Der kiewische Klub geht mit mehreren Personalausfällen ins Spiel, während der Gegner Probleme im Angriff hat.

Personalausfälle bei Dynamo vor Saisonstart

Auf der vor dem Spiel stattfindenden Pressekonferenz nannte der Cheftrainer des Hauptstadtvereins Igor Kostjuk die Namen der Spieler, die heute definitiv nicht teilnehmen werden. Zu den verletzten oder suspendierten Spielern gehören vier Fußballer, darunter zwei Innenverteidiger – Wladislaw Sachartschenko und Denis Popow, der rechte Verteidiger Alexander Tymtschik und der linke Flügelstürmer Wladislaw Kabaew.

Der Fußballjournalist Andrei Schachow, langjähriger stellvertretender Chefredakteur der Zeitschrift „Futbol“, ist der Ansicht, dass dies keine globale Katastrophe in der Abwehr von Dynamo darstellen wird, aber die taktischen Möglichkeiten des Trainers erheblich einschränken wird.

— Meiner Meinung nach sind die Spieler, die heute nicht spielen können, keine unbedingten Führungsspieler auf ihren Positionen. Dennoch ist es immer schlecht, wenn eine Person, und in diesem Fall vor allem der Cheftrainer, keine Wahl hat. Daher stellt das Fehlen dieser Spieler für den Trainer ein Problem dar und schränkt die Variabilität sowohl bei der Bestimmung der Startelf als auch bei der Verstärkung des Spiels von der Bank erheblich ein, — betonte der Experte.

Ausgewogenheit des Kaders und historischer Kontext

Laut Schachow verfügt Dynamo über einen ziemlich ausgewogenen Kader, in dem auf vielen Positionen Spieler von etwa gleichem Können versammelt sind. Dies macht die Auswahl der Startelf auch bei vollem Kader zu einer schwierigen Aufgabe.

— Vor dem ersten offiziellen Spiel der Saison ist in der Regel nicht ganz klar, auf wen das Trainerstab setzt. Wahrscheinlich gilt dies in noch größerem Maße für Dynamo, — kommentierte der Journalist die Situation.

Ein wichtiger Faktor bleibt auch die historische Statistik: Spiele gegen rumänische Mannschaften gestalten sich für die Kiewer traditionell nicht einfach. Dennoch ist der Experte zuversichtlich, dass der aktuelle Zustand der rumänischen Meisterschaft es Universitatea nicht erlaubt, eine ernsthafte Bedrohung darzustellen.

— Der Gegner ist unangenehm, doch derzeit sind die rumänische Meisterschaft und die rumänischen Vereine nicht mehr so stark wie früher. Die Dynamo-Spieler müssen diese Hürde nehmen. Die Kiewer sind erfahrener und haben einen stärkeren Kader. Und selbst die Unmöglichkeit, auf dem eigenen Stadion zu spielen, sollte den positiven Ausgang des Duells für Dynamo nicht beeinflussen, — ist Schachow der Meinung.

Situation bei Universitatea: Personalfluktuation und Fehlen eines Führungsspielers

Der rumänische Klub war in der Sommerpause aktiv auf dem Transfermarkt tätig: Neun Spieler verließen die Mannschaft, wurden aber durch acht neue Spieler ersetzt. Trotz der aktiven Rotation erwartet der Experte keine radikalen Änderungen in der Startelf des Gegners.

— Mit Ausnahme vereinzelter Fälle, beispielsweise der Torwartposition, bleiben die wichtigsten Spieler derzeit im Verein. Daher ist es bei weitem nicht sicher, dass die Neuzugänge der Mannschaft in großer Zahl sofort in die Startelf durchdringen. Ich denke, dass es im Vergleich zum Ende der letzten Saison nur wenige radikalen Änderungen in der Startaufstellung geben wird, — erklärte Schachow.

Die größte Schwachstelle von Universitatea ist derzeit das Fehlen eines Schlüsselspielers im Angriff. Der beste Torschütze der letzten Meisterschaft, der Stürmer Jowo Lukić, verblieb bei der Weltmeisterschaft und befindet sich derzeit noch im Urlaub.

— Für die Rumänen wird Jowo Lukić der größte Verlust sein, der bei der WM zurückblieb und sich noch im Urlaub befindet. Einen solchen Spieler zu ersetzen, auf dem der Abschluss des Angriffs von Universitatea aufgebaut war, ist ein riesiges Problem. Ich hoffe, die Dynamo-Spieler werden dies nutzen, — fasste Andrei Schachow zusammen.