Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder hat der russischen Hauptstadt einen Arbeitsbesuch abgestattet, bei dem er sich mit der Leitung einer Handelskette traf und persönlich an einer privaten Geburtstagsfeier des russischen Präsidenten Wladimir Putin teilnahm. Nach offiziellen Angaben des Kreml-Pressedienstes feierte der russische Machthaber seinen 74. Geburtstag im Kreis geladener Gäste, zu denen auch der ehemalige deutsche Politiker gehörte, der langjährige persönliche Kontakte nach Moskau pflegt.
Hintergrund und Details des Moskau-Besuchs
Der offizielle Zweck von Gerhard Schröders Reise nach Moskau bestand darin, Arbeitstreffen mit Mitarbeitern und der Leitung der Handelskette „Globus“ abzuhalten. Es ist bekannt, dass der ehemalige Regierungschef Mitglied des Aufsichtsrats von Hyperglobus geworden ist, der russischen Tochtergesellschaft der großen deutschen Holding Globus Holding GmbH & Co, die ein Netz von Verbrauchermärkten im Land betreibt.
Reaktion des Kremls und Kontroversen um die neue Position
Kreml-Vertreter teilten Journalisten mit, das Staatsoberhaupt habe aus Medienberichten von Schröders Ankunft in Moskau erfahren. Daraufhin habe der Präsident seinen alten Bekannten angeblich persönlich zu sich nach Hause eingeladen. Am Vortag, dem 8. Oktober, veröffentlichte der Kreml-Pressedienst offiziell gemeinsame Fotos von Putin und Schröder, die während der Geburtstagsfeier aufgenommen wurden.
In Deutschland stießen Schröders Beschäftigung im russischen Sektor und sein Besuch in Moskau auf heftige Kritik des politischen Establishments. Kritiker bezeichneten sein Handeln angesichts seines früheren hohen Staatsamtes und seiner langjährigen Verstrickung in Projekte mit russischen Energie- und Handelsstrukturen als „Verrat an Europa“.
Widersprüchliche Daten
Trotz offizieller Kreml-Erklärungen, das Treffen habe sich spontan nach Berichten über die Ankunft des Ex-Kanzlers in den Medien ergeben, werden in Expertenkreisen und unabhängigen Quellen Fragen zu einer möglichen langfristigen Vorbereitung dieses Besuchs lebhaft diskutiert. Darüber hinaus fallen die Bewertungen der gesellschaftlichen und politischen Bedeutung dieses Ereignisses in den europäischen und russischen Medien diametral unterschiedlich aus: Während die russische Seite den Besuch als Demonstration ungebrochener persönlicher Freundschaft darstellt, betont die Bundesrepublik die Toxizität solcher Kontakte vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Lage.
Internationaler Kontext und diplomatische Einschätzungen
Vor dem Hintergrund von Schröders Besuch in Russland entwickeln sich auch andere diplomatische Handlungsstränge im Zusammenhang mit einer internationalen Regelung weiter. Insbesondere gibt es Berichte über mögliche neue Besuche amerikanischer Vertreter, darunter der Sondergesandte von Donald Trump, Steve Witkoff, und Jared Kushner, in Moskau zu Kontakten mit der russischen Führung.