Die jüngste Anweisung von US-Präsident Donald Trump, dass alle US-Bundesbediensteten den Begriff „Superintelligenz“ anstelle von KI verwenden sollen, hat unerwartete und massive Folgen auf dem globalen Markt für digitale Vermögenswerte ausgelöst. Die neue Richtlinie sorgte schlagartig für einen kolossalen Anstieg der Registrierungen von Domainnamen in Sloweniens nationaler Endung „.si“, deren Kürzel perfekt mit der Kurzschreibweise des neu eingeführten Begriffs übereinstimmt.

Wirtschaftliche Auswirkungen der präsidialen Direktive

Dieses Phänomen weist direkte historische Parallelen auf. Zu Beginn des massiven KI-Booms erlebte Anguilla, ein kleiner Inselstaat in der Karibik mit der Kennung „.ai“, einen ähnlichen Registrierungsanstieg. Solche Popularitätsschübe kommen traditionell den nationalen Haushalten und zuständigen Organisationen zugute, da das Volumen der Registrierungen von Second-Level-Domains rasant ansteigt.

Rekordzahlen und Geographie der Nachfrage

Offiziellen Statistiken zufolge stieg die Zahl der Second-Level-Domain-Registrierungen in der „.si“-Zone im September 2026 um 2199 %. Die Höchstwerte wurden Ende des Monats erreicht: Allein am 30. September wurden rund 11 000 neue Namen registriert, und am Tag darauf wuchs diese Zahl noch weiter an. Daten der Hosting-Plattform Hostinger zeigen, dass das Suffix „.si“ nach dem Klassiker „.com“ weltweit zum zweitbeliebtesten wurde, wobei über die Hälfte aller Neuanträge direkt aus den Vereinigten Staaten und Indien stammten.

Spekulative Elemente und Marktaussichten

Experten verweisen auf eine starke spekulative Komponente des aktuellen Hausse-Fiebers. Analysen zufolge hat nur ein Bruchteil der neuen Domainnamen einen direkten Bezug zu KI-Aktivitäten. Die meisten Antragsteller versuchen, vielversprechende Namen zu reservieren, um sie in Zukunft gewinnbringend zu veräußern, wobei in einigen Fällen bereits über eine Million US-Dollar gefordert werden. Im Gegensatz zu Anguilla, das etwa 90 US-Dollar pro Jahr bei einer Mindestlaufzeit von zwei Jahren verlangt, bleibt Slowenien mit rund 12 US-Dollar pro Jahr eine günstigere Alternative.