In Kiew, im Stadtteil Osokorki, wurde während eines feindlichen Angriffs deutlich, wie selbst die verwundbarsten Lebewesen versuchen, unter Kriegsbedingungen zu überleben. Auf im Internet veröffentlichten Aufnahmen ist ein erschrockener Hirschkalb zu sehen, das Schutz vor den Explosionen unter einem geparkten Auto suchte. Das verletzte Tier versuchte, sich vor dem Lärm des Beschusses zu verstecken, doch seine Lage sorgte bei Passanten für Besorgnis.

Rettung mit einem Wagenheber

Mitfühlende Anwohner reagierten sofort auf die Situation. Um das Hirschkalb zu befreien, verwendeten sie einen Wagenheber und hoben das Auto vorsichtig an. Anschließend wurde dem Tier, das in einem Schockzustand war, Erste Hilfe geleistet. Später wurde bekannt, dass der Hirsch in ein Zentrum für die Rettung wilder Tiere gebracht wurde, wo Fachleute seinen Zustand beurteilten.

Verletzungen und Stress

Mitarbeiter des Zentrums stellen fest, dass sich das Hirschkalb in einem Zustand starken Stresses befindet und Verletzungen erlitten hat, die durch den Angriff verursacht wurden. Derzeit erhält es alle notwendigen professionellen Behandlungen, die auf die Wiederherstellung seiner Gesundheit und seines psychischen Zustands abzielen.

Massiver Angriff auf die Ukraine

In der Nacht zum 2. Juni führte Russland einen groß angelegten kombinierten Angriff auf die Ukraine durch, bei dem ballistische, Marschflugkörper und Hyperschallraketen sowie Drohnen eingesetzt wurden. Ziel des Angriffs waren Kiew, Charkiw, Dnipro, Sumy und Saporischschja. Infolge des Angriffs blieb ein Teil Kiews ohne Strom, und der öffentliche Nahverkehr arbeitet vorübergehend mit Einschränkungen aufgrund von Schäden an der Fahrleitung.

Folgen des Angriffs

Durch den Angriff wurden Wohnhäuser und zivile Infrastruktur beschädigt. Es ist von sechs Toten und mehr als 80 Verletzten bekannt. Die russischen Streitkräfte setzten etwa 70 Raketen und fast 700 Drohnen ein. Die meisten davon konnten abgeschossen werden, jedoch wurden Einschläge von Dutzenden ballistischen Raketen registriert, die mit Luftabwehrsystemen schwer zu bekämpfen sind.

Die Geschichte des in Kiew geretteten Hirschkalbs ist eine weitere Erinnerung daran, wie der Krieg nicht nur Menschen, sondern auch Tiere betrifft, die in den unerwartetsten Orten Schutz suchen müssen.