Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA bot ein einzigartiges Überraschungsmoment. Der nächste Spieltag stand im Zeichen eines absoluten Gleichgewichts: Keine der Mannschaften gelang ein voller Sieg. Zum ersten Mal seit 1958 endeten alle Spiele eines Spieltags mit 0:0 oder mit einem minimalen Vorsprung, der dem Sieger nicht erlaubte, einer Niederlage zu entgehen. Die Favoriten des Turniers stießen auf heftigen Widerstand und konnten ihre Chancen nicht nutzen.

Belgien und Ägypten: Eine Sensation zum Start

In Gruppe G entwickelten sich die Ereignisse in Seattle im „Lumen Field“. Die belgische Nationalmannschaft, bekannt als „Rote Teufel“, spielte gegen die ägyptische Mannschaft unentschieden. Die afrikanische Auswahl begann das Spiel unerwartet aggressiv. Bereits in der 19. Minute gab der Liverpool-Star Mohamed Salah einen präzisen Pass an Emam Ashour. Dieser schoss von außerhalb des Strafraums kraftvoll in die linke untere Ecke und ließ den Torhüter Thibaut Courtois nur tatenlos den Ball im Netz beobachten.

Nach der Halbzeitzeit gingen die Belgier in die Offensive. Kevin De Bruyne traf gefährlich aus einem Freistoß, aber der Ball traf die Latte. Das Gleichgewicht wurde durch den Einwechslung von Romelu Lukaku und einen Fehler der gegnerischen Abwehr gestört. In der 66. Minute schneidete der ägyptische Verteidiger Mohamed Hany den Ball nach einer Flanke von Thomas Meunier unglücklich ins eigene Tor. Trotz des Tores konnten die Belgier nicht alle drei Punkte mitnehmen.

Dieses Ergebnis fügte der ägyptischen Nationalmannschaft noch ein weiteres Unentschieden hinzu. Bemerkenswert ist, dass die Ägypter in ihrer gesamten WM-Geschichte noch keinen Sieg erringen konnten: Die Bilanz der Mannschaft steht nun bei 5 Niederlagen und 3 Unentschieden.

Kampf in Gruppe G: Iran gegen Neuseeland

Das andere Spiel der Gruppe G entwickelte sich zu einem echten Showdown. Die iranische Nationalmannschaft, deren Teilnahme am Turnier lange Zeit aufgrund organisatorischer und politischer Schwierigkeiten fraglich war, zeigte einen unglaublichen Charakter. Der Gegner war die neuseeländische Mannschaft, die erstmals seit 2010 wieder bei einem Mundial antrat.

Die Neuseeländer gingen zweimal in Führung durch ein Doppeltor von Elijah Justa, dem beide Male Chris Wood assistierte. Doch die Iraner fanden zweimal die Kraft, sich zurückzukämpfen, was am Ende zu einem Unentschieden führte. Dank dieses Ergebnisses verlängerten die Ozeanier ihre einzigartige Serie von Unentschieden in den Endrunden der Weltmeisterschaften auf vier Spiele in Folge.

Gruppe H: Uruguay am Rande einer Niederlage

In Gruppe H spielte sich eine Dramatik auf der Arena „Hard Rock Stadium“ in Miami ab. Die uruguayische Nationalmannschaft, einer der Hauptfavoriten Südamerikas unter der Leitung von Marcelo Bielsa, entging nur knapp einer Niederlage gegen Saudi-Arabien.

Die Saudis gingen am Ende der ersten Halbzeit in Führung. In der 41. Minute schlug der Torhüter Fernando Muslera den Ball nach einem Eckstoß vor sich ab, doch der „Al-Nassr“-Verteidiger Abdulhadi Al-Amri war der Erste, der den Ball ins Tor schoss.

Die Uruguayer antworteten mit einem echten Sturm. Im Laufe des Spiels verzeichneten sie unglaubliche 27 Schüsse auf das gegnerische Tor, wovon 22 in der zweiten Halbzeit fielen. Manuel Ugarte traf die ferne Latte, doch das entscheidende Tor fiel erst in der 80. Minute. Maximiliano Araújo gelang der Nachschuss und rettete die Favoriten vor einer Niederlage. In der Nachspielzeit vollbrachte der saudi-arabische Torhüter Mohammed Al-Owais mehrere fantastische Paraden nach Schüssen von Federico Valverde und Nicolás De la Cruz und sicherte sich das prestigeträchtige Punkt.

Historisches Ergebnis des Tages

Im anderen Spiel der Gruppe H spielte der europäische Fußballführer, die spanische Nationalmannschaft, sensationell 0:0 unentschieden gegen den Turnieranwärter Kap Verde.

So endeten alle vier Spiele des Spieltags unentschieden. Dies geschah zum ersten Mal seit 1958 und insgesamt erst zum zweiten Mal in der Geschichte der Weltmeisterschaften. Es ist erwähnenswert, dass vor 68 Jahren acht solcher Spiele stattfanden, aber auch diesmal zeigte das Turnier, dass auf dem Platz kein Platz für Selbstzufriedenheit ist: Selbst die stärksten Mannschaften können ohne Sieg dastehen.