An der ukrainisch-rumänischen Grenze wird Ende Juni mit einer ernsthaften logistischen Störung gerechnet. Aufgrund der vorhergesagten extremen Hitze und schwieriger Wetterbedingungen werden die Grenzübergangsstellen „Krasnoilsk – Vicoasa de Sus“ und „Porubne – Siret“ den Güterverkehr vorübergehend einschränken.
Diese Informationen bestätigte die Staatliche Zollbehörde der Ukraine unter Berufung auf Daten der rumänischen Seite. Die Einschränkungen betreffen sowohl beladene als auch leere Lastkraftwagen.
Zeitplan der Einschränkungen und Durchlassbedingungen
Den Aussagen der Zollbeamten zufolge treten die Einschränkungen am 29. und 30. Juni in Kraft. An diesen Tagen werden zwischen 12:00 und 20:00 Uhr keine Güterfahrzeuge aus der Ukraine ausreisen dürfen, und ihre weitere Bewegung auf rumänischem Gebiet wird blockiert.
Die Behörde präzisierte, dass der Zeitplan je nach tatsächlichem Temperaturverlauf angepasst werden kann. Das bedeutet, dass bei weniger intensiver Hitze die Einschränkungen früher aufgehoben oder im Gegenteil verlängert werden könnten.
Ursache: Afrikanische Hitzewelle
Der Hauptgrund für die Einführung der Einschränkungen ist die erwartete anomale Hitze. Zuvor hatte Natalja Ptucha, Leiterin der Abteilung für Medienarbeit des Ukrainischen Hydrometeorologischen Zentrums, gewarnt, dass die Ukraine ab dem 28. Juni von einer Welle intensiver Hitze erfasst werden wird.
Laut der Meteorologin liegt die Ursache für diese Situation im Zustrom heißer Luft aus den nördlichen Regionen Afrikas, die sich durch Südeuropa und Mitteleuropa bewegt. Am Montag und Dienstag, dem 29. und 30. Juni, könnten die Tagestemperaturen im Rechten Ufer bis auf +35…+38 °C steigen.
Reaktion der Infrastruktur
Hohe Temperaturen stellen eine Bedrohung für die Straßeninfrastruktur dar, insbesondere für den Asphaltbelag, der bei starker Erwärmung unter den Rädern schwerer Fahrzeuge erweichen und sich verformen kann. Aus diesem Grund werden die Maßnahmen präventiv ergriffen.
Das Problem der Überhitzung der Straßen ist nicht nur für Grenzgebiete relevant. So wurden auch in Kiew am 29. Juni aufgrund der hohen Lufttemperaturen Einschränkungen für den Güterverkehr eingeführt, was die Tragweite des Wetterphänomens bestätigt.