In der besetzten Krim hat sich eine massive Transportkrise entwickelt. Die Eisenbahnverbindung zum russischen Festland, die zuvor den Fluss von Touristen und Gütern sicherte, wurde drastisch eingeschränkt. Anstelle der üblichen 18 täglichen Züge, die über die Krimbrücke verkehren, werden nun nur noch sieben Züge fahren.

Entscheidung des Einsatzstabs

Die Informationen über die bevorstehenden Änderungen stammen vom Leiter der Besatzungsverwaltung der Halbinsel, Sergej Aksjonow.据 ihm zufolge wurde die Entscheidung zur Kürzung der Fahrten von einem sogenannten Einsatzstab getroffen. Der Betreiber, der gezwungen sein wird, die Anzahl der Züge „Tawrija“ zu reduzieren, ist die Firma „Grand Service Express“.

Auch die Logistik der Fahrten hat sich erheblich geändert. Alle verbleibenden Züge werden künftig nur noch bis zum Bahnhof „Kertsch-Süd“ und zurück verkehren. Die übrigen saisonalen Fahrten werden in den nächsten zwei Wochen schrittweise eingestellt. Die Behörden kommentieren die Gründe für diese strengen Einschränkungen offiziell nicht, doch der Kontext der Geschehnisse auf der Halbinsel spricht für sich selbst.

Logistik unter Beschuss

Die Einschränkung des Eisenbahnverkehrs ist nur eine der Folgen des anhaltenden Drucks auf die Infrastruktur der Krim. Anfang Juni gaben die ukrainischen Streitkräfte bekannt, dass sie mit Hilfe von Drohnen die Luftkontrolle über einen Teil der Landroute übernommen haben, die Russland mit der Halbinsel verbindet.

Die Situation wird durch ständige Drohnenangriffe verschärft. Als Reaktion auf die Bedrohungen wurden auf der Krim beispiellose Maßnahmen ergriffen: An Tankstellen wurde der Verkauf von Kraftstoff für Zivilisten eingestellt. Kraftstoff wird nun ausschließlich staatlichen Diensten ausgegeben. Auch die Energieinfrastruktur leidet: In der Nacht zum 25. Juni blieb die Stadt Sewastopol nach einem Angriff auf Objekte vollständig ohne Stromversorgung.

Strategie der Blockade

Das Kommando der Verteidigungskräfte der Ukraine erklärt seine Strategie offen. Der Kommandeur der Nationalgarde, Alexander Piwnenko, betonte, dass die Priorität darin besteht, die Logistik des Gegners zu blockieren. „Wir werden dem Feind die Logistik so abschneiden, dass es für sie sehr schwierig wird“, erklärte er.

Eine ähnliche Position vertritt auch der Kommandeur der Drohnensysteme der Streitkräfte der Ukraine, Robert „Madjar“ Browdy, der zuvor sein „Rezept“ für Maßnahmen gegenüber der besetzten Halbinsel dargelegt hatte. Die drastische Reduzierung der Anzahl der Züge zeigt, dass diese Strategie spürbare Ergebnisse liefert und die gewohnten Verkehrsadern der Krim lähmt.