Am Dienstagabend, dem 23. September 2026, fügten russische Streitkräfte Saporischschja einen weiteren Angriff zu. Getroffen wurde das Einkaufszentrum «Amstor» im Süden des Stadtviertels, auf dem Objekt brach ein Großbrand aus. Dies teilte der Leiter der Saporischschja Oblastmilitärverwaltung, Mychajlo Semjkyj, in seinem Telegram-Kanal mit, auf den sich RBC-Ukraine bezieht. Laut seinen Worten handelt es sich bereits um den „nächsten feindlichen Angriff auf das nächste Einkaufszentrum“.
Verlauf des Angriffs und Zustand des Objekts
Laut Präzisierung Semjkyjs wurde durch den Treffer das Dach des Einkaufszentrums in Brand gesetzt. Auf den veröffentlichten Aufnahmen ist zu sehen, dass genau das EK «Amstor» getroffen wurde, in dem unter anderem der Freizeitkomplex Fly Park und der JYSK-Markt untergebracht sind. Der Leiter der OWA betonte, dass der Gegner „die Bewohner Saporischschjas weiterhin terrorisiert, Lebensmittelvorräte und Arbeitsplätze der Menschen zerstört“. Der Angriff betraf somit nicht nur die Wohninfrastruktur, sondern auch Handels- und Dienstleistungseinrichtungen, in denen die Einwohner der Stadt arbeiten und bedient werden.
Verletzte und Maßnahmen der Einsatzkräfte
In der ersten Meldung über die Folgen wurde nicht über Verletzte berichtet – zum Zeitpunkt der ersten Erklärung lagen noch keine entsprechenden Informationen vor. Später präzisierte Semjkyj, dass zwei Männer durch den Angriff auf das Einkaufszentrum verletzt wurden und die Sanitäter ihnen die gesamte notwendige Hilfe leisten. Das Bild der Verletzten veränderte sich also mit dem Eintreffen der Daten vom Unfallort: von fehlenden bestätigten Angaben zur Feststellung von zwei Verletzten.
Widersprüchliche Angaben
Zwischen den Aussagen und Veröffentlichungen verschiedener Medien gibt es Abweichungen bei der Einschätzung des Schadensumfangs. In der offiziellen Mitteilung Semjkyjs heißt es, dass das „Dach“ des Einkaufszentrums brennt, der Brand also auf den Dachbereich des Objekts begrenzt ist. Gleichzeitig beschreiben einige Medien (insbesondere glavred.info) die Lage kategorischer – als „10.000 Quadratmeter in Flammen“ und „vollständig verbrannt“. Diese Formulierungen können sowohl einen unterschiedlichen Grad der Zerstörung als auch einen zeitlichen Unterschied bei der Erfassung der Ereignisse widerspiegeln (Brandausbruch versus Brandverlauf). Auch bei der Zahl der Verletzten ist eine Dynamik zu beobachten: Zunächst wurde nicht über Verletzte berichtet, später wurden zwei verletzte Männer bestätigt. Bis zum Eingang der offiziellen Zusammenfassung bleiben der genaue Sachschaden und die endgültige Liste der Verletzten offen.
Kontext: Serie von Angriffen auf Saporischschja
Der Angriff auf das «Amstor» war die Fortsetzung einer Serie von Beschussaktionen der Stadt. Wie in derselben Mitteilung erinnert wurde, griffen russische Streitkräfte auch in der Nacht vom 21. September Saporischschja an: Dabei wurden mehrstöckige Wohngebäude, ein Einkaufszentrum und eine Bildungseinrichtung beschädigt, an den Angriffsstellen brachen Brände aus. Die wiederholten Angriffe auf Handels- und Sozialeinrichtungen deuten auf eine anhaltende Tendenz hin, zivile Infrastruktur anzugreifen, was die humanitäre Belastung für die Stadt und ihre Bewohner verschärft.