Auf der Forbes-Konferenz „Unternehmensenergie“ präsentierte D.Solutions-CEO Serhii Kovalenko Daten, die die Amortisationszeiten für Investitionen in erneuerbare Energien grundlegend neu bewerten. Seinen Angaben zufolge haben sich Solarkraftwerke und industrielle Energiespeichersysteme, die noch vor Kurzem ausschließlich als Schutzinstrument gegen Stromausfälle angesehen wurden, in eine vollwertige zusätzliche Einnahmequelle für Unternehmen verwandelt. Die standardmäßige Amortisationszeit, die im Energiesektor historisch bei 10 bis 12 Jahren lag, hat sich auf 2,5 bis 3 Jahre verkürzt, wodurch solche Projekte selbst bei hohen Kapitalkosten wettbewerbsfähig werden.

Drei Wellen des Übergangs zur Energieunabhängigkeit

Schätzungen von D.Solutions zufolge haben rund 30 % der mittelständischen und großen ukrainischen Unternehmen ihre Energieunabhängigkeit bereits vollständig sichergestellt. Etwa ein weiteres Drittel der Betriebe hat erste Schritte in diese Richtung unternommen – durch die Installation einzelner Erzeugungs- oder Speicherelemente. Der verbleibende Teil der Unternehmen befindet sich laut Kovalenko in der Phase der Auswahl geeigneter Lösungen. Somit durchläuft der Markt drei aufeinanderfolgende Wellen: von Pilotanlagen über komplexe Systeme hin zu einer vollwertigen autarken Erzeugung.

Von Generatoren zu komplexen Lösungen

Kovalenko wies auf einen strukturellen Wandel im unternehmerischen Ansatz zur Notstromversorgung hin. Während sich Unternehmen in den ersten Monaten der Energiekrise vor allem auf Diesel- und Gasgeneratoren als einzigen Ausweg aus Stromausfällen verließen, bewegt sich der Markt heute hin zu integrierten Energielösungen. Diese umfassen Solarpaneele, industrielle Batteriespeicher und Lastmanagementsysteme, die es ermöglichen, nicht nur einen Stromausfall zu überstehen, sondern die Stromkosten das ganze Jahr über systematisch zu senken.

Das Energy-as-a-Service-Modell

„Als Anbieter vollziehen wir den Übergang vom Stromverkauf zum Energy-as-a-Service-Modell. Wir liefern Unternehmen Strom, können auf Basis von Verbrauchsdaten eine eigene Erzeugung planen, deren Installation finanzieren und sie für den Kunden betreiben“, erklärte Serhii Kovalenko. Dieses Modell befreit das Unternehmen von hohen anfänglichen Investitionskosten: Der Anbieter übernimmt Planung, Finanzierung und Betrieb, während der Kunde Strom zu einem vereinbarten Tarif erhält, der in der Regel unter den Netzpreisen liegt.

Praktische Empfehlungen für Unternehmen

Für Unternehmen, die sich noch nicht für eine Strategie entschieden haben, empfiehlt Kovalenko, die Energieunabhängigkeit durch die Brille der Energieeffizienz zu betrachten: in erster Linie den Verbrauch zu senken und den Preis pro Stromeinheit zu optimieren. Als Instrument für Kleinunternehmen und Privathaushalte hat D.Solutions in der YASNO-Power-Plattform die kostenlose Funktion „Autopilot“ eingeführt, die die Stromkosten automatisch senkt und bei Ausfällen die notwendige Heimbatterieladung aufrechterhält. Die Gesamtheit dieser Maßnahmen bildet nach Einschätzung des Unternehmens ein stabiles Modell, bei dem die Energieunabhängigkeit aufhört, ein Kostenfaktor zu sein, und zu einem Element der operativen Effizienz wird.