Der September 2026 wird zu einem der „namhaftesten“ Monate des Jahres: Im kirchlichen Kalender fallen auf jeden Tag mehrere Heilige, deren Namen traditionell mit dem Engeltag (Namensfest) begangen werden. Laut Angaben der Publikation Styler werden im September sowohl weit verbreitete Namen wie Alexander, Michail, Nikolai, Iwan, Pjotr, Andrei und Maria gefeiert als auch seltene Varianten, die Eltern bei der Namenswahl für ihr Neugeborenes nützlich sein können. Der Zeitraum vom 2. bis 30. September hat praktisch keine „leeren“ Daten: So werden am 2. September Anton, Julian, Leonid, German, Pjotr, Wassili, Serafima, Pawel, Wladimir und Michail geehrt, und am 28. September erweitert sich die Liste auf mehr als zwei Dutzend Namen, darunter Juliana, Theodor, Rodion, Uljana, Kirill und Tatjana.

Wie der Namestage-Kalender aufgebaut ist

Der Engeltag, auch Namensfest genannt, ist in der christlichen Tradition mit dem Namen eines Heiligen verbunden, den die Kirche verehrt: Als himmlischer Beschützer eines Menschen gilt derjenige Heilige, dessen Name er trägt. Deshalb richtet sich der Namestage-Kalender nicht nach dem Geburtsdatum, sondern nach dem Gedenktag eines bestimmten Heiligen. Im September 2026 ist besonders die Monatsmitte dicht besetzt: Am 15. September stehen Makar, Maria, Maxim, Ignat, Gregor, Nikolai, Pjotr, Dmitri, Jewdokija, Ljudmila, Nikita, Leonid und Gerasim auf der Liste, am 17. September – Sofia, Wera, Nadeschda, Lubow, Nikodemus, Iwan, Irina und Serafim. Diese Konzentration an Namen macht den September zu einem günstigen Monat, um den „eigenen“ Beschützer zu finden.

Die beliebtesten und seltensten Namen des Septembers

Betrachtet man die Häufigkeit der Nennungen, so führen bei den Männernamen des Septembers Michail, Nikolai, Pjotr, Iwan, Alexander, Andrei, Wassili und Gregor, die auf der Liste fast jeder Woche auftauchen. Die Frauennamen sind vielfältiger vertreten: Neben Maria, Anna, Tatjana, Jelena und Ljudmila erscheinen im Kalender auch seltene Varianten – Serafima, Jewdokija, Domna, Feklja, Ariadne, Apollinarja, Fjodorownja, Akulja. Für Eltern, die etwas Ungewöhnliches suchen, hebt Styler Ariadne und Apollinarja als Beispiele für wenig gebräuchliche, aber klangvolle Namen hervor, deren Gedenktag im September liegt.

Widersprüchliche Angaben

Wichtig ist zu beachten, dass es keine einheitliche „universelle“ Liste der Namstage gibt. In verschiedenen kirchlichen Kalendern – orthodox, katholisch und anderen – können die Gedenktage derselben Heiligen unterschiedlich sein, und die Zusammensetzung der Namen an einem bestimmten Datum variiert je nach Quelle ebenfalls: Einige Publikationen führen eine erweiterte Liste an, andere eine gekürzte. Daher sollte man, wenn es um ein bestimmtes Taufe-Datum oder darum geht, an welchem Tag man jemanden zum Namensfest beglückwünschen soll, den Kalender jener Kirche zugrunde legen, der die Person angehört. Die Liste von Styler für September 2026 spiegelt eine dieser Fassungen wider und ist nicht die einzig mögliche Variante.

Tipps für Eltern bei der Namenswahl

Der Namestage-Kalender kann eines der Hilfsmittel bei der Namenswahl für ein Neugeborenes sein: Man kann die Namen der Heiligen betrachten, deren Gedenktag auf den Geburtstag des Kindes fällt, oder einen Namen wählen, der in den nächsten Tagen gefeiert wird. Die Publikation betont jedoch, dass dies keine strenge Regel ist. Die wichtigsten Kriterien bleiben die Kombination des Vornamens mit Vaterschaftsnamen und Nachnamen, die Alltagstauglichkeit und vor allem, ob den Eltern der Name selbst gefällt. Der September-Namestage-Kalender ist somit eher ein Hinweis und eine Inspirationsquelle als eine verbindliche Vorgabe.