Am 10. Juli 2026 ereignete sich über Nordmazedonien ein schwerer Flugunfall, der beinahe eine Tragödie zur Folge gehabt hätte. Ein Passagierflugzeug vom Typ Boeing 737-800 der irischen Fluggesellschaft Ryanair, das den Flug FR-4932 von Thessaloniki nach Memmingen durchführte, musste eine Notlandung am Abflughafen durchführen. Auslöser war eine plötzliche Dekompression der Kabine, verursacht durch das Zerstörung eines Fensters in einer Höhe von etwa 6000 Metern.

An Bord befanden sich mehr als 170 Personen. Bei dem Vorfall erlitt ein Passagier Verletzungen, doch dank des Handelns der Besatzung und der umstehenden Personen konnten schwerwiegendere Folgen verhindert werden.

Zeitliche Abfolge: Vom Start bis zur Notlandung

Der Vorfall ereignete sich am frühen Morgen, kurz nachdem das Flugzeug seine Reiseflughöhe erreicht hatte. Laut Angaben des griechischen Senders ERT und der Nachrichtenagentur dpa lag die Ursache für das Zerbrechen des Fensters in einer mechanischen Beschädigung. Ein Fragment der Verkleidung oder ein technischer Bauteil, das sich vom Pylon des rechten Triebwerks gelöst hatte, schlug gegen den Rumpf und führte zur Entdrückung.

In der Kabine wurde sofort das Not-Sauerstoffsystem aktiviert. Der Luftstrom, der beim Reißen entstand, drückte einen 61-jährigen serbischen Staatsbürger, der am beschädigten Fenster saß, teilweise in die entstandene Öffnung. Die Situation war kritisch, doch die umstehenden Passagiere gelang es, den Verletzten festzuhalten und zu verhindern, dass er aus dem Flugzeug fiel, bis die Besatzung mit dem Notfallabstieg begann.

Folgen für die Passagiere und Zustand des Verletzten

Der Flugkapitän gab das Notrufsignal (Mayday) ab und landete das Flugzeug sicher am internationalen Flughafen Thessaloniki „Mazedonien“. Der verletzte Mann wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht. Laut medizinischen Berichten besteht keine Lebensgefahr. Die Ärzte diagnostizierten eine Barotrauma sowie Weichteilhämatome.

Die übrigen Passagiere des Fluges FR-4932 wurden mit einem Ersatzflugzeug nach Deutschland gebracht. Aufgrund der notwendigen Organisation eines Ersatzflugzeugs verzögerte sich der Flug um sechs Stunden.

Offizielle Stellungnahme und Beginn der Untersuchung

Die Pressestelle von Ryanair bestätigte den technischen Vorfall und die Entdrückung in der frühen Phase des Fluges. Das Management der Fluggesellschaft enthielt sich jedoch detaillierter Kommentare bezüglich der Ursachen für das Ablösen des Triebwerksbauteils und verwies auf die Notwendigkeit, die entsprechenden Gutachten abzuschließen.

Die Untersuchung wurde vom griechischen Luftfahrt-Sicherheitsamt (AAIASB) gemeinsam mit internationalen Inspektoren übernommen. Im Rahmen der Ermittlungen sollen die Experten folgende Punkte klären:

  • Den Verschleißgrad der Befestigungselemente des Triebwerks.
  • Die Einhaltung der Wartungsvorschriften gemäß den Richtlinien der EASA.

Gemäß Anhang 13 des Chicagoer Abkommens über die internationale Zivilluftfahrt unterliegt jedes Ereignis, das mit der Zerstörung von Konstruktionselementen während des Fluges verbunden ist, einer obligatorischen technischen Untersuchung unter Einbeziehung von Vertretern des Herstellers (Boeing) und des Staates der Registrierung des Betreibers.