Morgens am 9. Juli 2026 wurde in der ukrainischen Oblast Chmelnyzkyj ein Erdbeben der Stärke 1,6 registriert. Dies ist bereits das vierte derartige Ereignis im Land seit Monatsbeginn. Die Daten stammen vom Hauptzentrum für spezielle Kontrolle (GZSK), das für die Überwachung geophysikalischer Phänomene auf dem Territorium der Ukraine und weltweit zuständig ist.

Parameter und Lokalisierung des Ereignisses

Die Erdstöße ereigneten sich um 09:43:36 Uhr nach Kiewer Zeit. Der Hypozentrum des Erdbebens befand sich in einer Tiefe von 5 km. Die Spezialisten des GZSK klassifizierten dieses Ereignis als für den Menschen nicht spürbar.

Das Epizentrum wurde auf dem Gebiet der Neuuszyzer territorialen Gemeinde im Rajon Kamenez-Podolskyj registriert. Geografisch liegt dies im Raum zwischen den Flüssen Scharnowka und Dnister, in unmittelbarer Nähe des Landschaftsschutzgebiets Dnister. Der nächstgelegene bewohnte Ort an Land zum Ursprung der Stöße ist das Dorf Beresowka.

Die vom GZSK veröffentlichte Karte zeigt, dass das Ereignis relativ nahe an der Grenze zu Moldawien stattfand. Bemerkenswert ist, dass in der Neuuszyzer Gemeinde unterirdische Aktivität nicht zum ersten Mal registriert wird.

Statistik der Erdbeben im Juli 2026

Laut Angaben der Behörde war das Erdbeben am 9. Juli das vierte in der Ukraine seit Beginn des laufenden Monats. Zuvor im Juli wurden ebenfalls seismische Ereignisse registriert, deren Parameter jedoch in diesem Bericht nicht aufgeführt werden.

Das GZSK forderte die Bürger auf, die möglicherweise Erdstöße verspürt haben, über ein spezielles Formular auf der Website der Behörde Meldungen abzugeben. Diese Informationen sind für die Spezialisten notwendig, um die energetischen Parameter des Erdbebens zu präzisieren.

Kontext der seismischen Aktivität

Bereits Anfang Februar 2026 wurden in mehreren Gebieten der Ukraine Erdbeben registriert, die vom Meer aus spürbar waren. In einigen Gebieten berichteten die Einwohner von Gebäudeschwingungen. Zuvor wurden auch Fragen der seismischen Bedrohung für die Krim und den Süden der Ukraine sowie hypothetische Risiken für die Krim-Brücke und Moskau diskutiert.

Derzeit beschränkt sich die offiziellen Informationen des GZSK auf die Feststellung eines nicht spürbaren Erdbebens in der Oblast Chmelnyzkyj und die Sammlung zusätzlicher Daten von der Bevölkerung.