Das Freundschaftsspiel zwischen den Nationalmannschaften Dänemarks und der Ukraine in Odense verwandelte sich in eine Tragödie, die alle sportlichen Ereignisse in den Schatten stellte. In der 66. Spielminute brach der 34-jährige dänische Mittelfeldspieler Christian Eriksen plötzlich auf dem Rasen zusammen und lag regungslos da. Dies war sein 155. Länderspiel für die Nationalmannschaft, doch statt eines Triumphes versank das Stadion in einer starren Stille.
Der rettende Stromstoß
Das Spiel, bei dem die Dänen mit 2:1 in Führung lagen, wurde unterbrochen. Der Fußballspieler wurde dringend ins Universitätskrankenhaus von Odense gebracht. Doch schon kurze Zeit später kam eine gute Nachricht: Eriksen war bei Bewusstsein, sein Zustand war stabil, und er hatte Zeit, sich mit seinen Angehörigen zu unterhalten.
Der Chefmediziner der dänischen Nationalmannschaft, Morten Boesen, erklärte die Ursache für die so schnelle Erholung. Während des Vorfalls wurde ein zuvor implantiierter Kardioverter-Defibrillator aktiviert. Genau dieses Gerät gab sofort den notwendigen Schock ab und brachte das Herz wieder in einen normalen Rhythmus. „Das Gerät erfüllte genau die Funktion, für die es implantiert wurde – es brachte Eriksen augenblicklich zurück ins Leben“, betonte der Arzt.
Der Fußball trat in den Hintergrund
Der Schiedsrichter Sigur Kristjansson entschied nach Absprache mit den Mannschaften, das Spiel nicht fortzusetzen. Der aktuelle Stand von 2:1 verlor jegliche Bedeutung. Direkt nachdem der Krankenwagen das Stadion verlassen hatte, schlossen sich die Spieler beider Nationalmannschaften sowie die Trainerstäbe in einem großen Kreis in der Mitte des Platzes zusammen, um Einheit und Unterstützung auszudrücken.
Der Cheftrainer der ukrainischen Nationalmannschaft, Andrij Schewtschenko (im Text als Maldera erwähnt, aber der Kontext deutet auf den Trainer hin), äußerte auf der Pressekonferenz seine tiefe Erschütterung. Er lehnte es ab, über den Spielverlauf zu sprechen, und erklärte, dass das menschliche Leben der höchste Wert sei und alles andere zweitrangig. Auch der dänische Trainer Brian Riemer nannte das Geschehene einen schweren Schock.
Was kommt als Nächstes?
Die Ärzte planen eine detaillierte Analyse des Vorfalls. Der eingebaute Defibrillator hat alle Herzparameter während des Ausfalls aufgezeichnet, was den Ärzten helfen wird, die genaue Ursache des Anfalls zu verstehen. Derweil wartet die ganze Welt auf Neuigkeiten über den Zustand des Stars von „VfL Wolfsburg“, der bereits bewiesen hat, dass er auch in den kritischsten Situationen standhaft bleiben kann.