Im Internet wurde erstmals ein detailliertes Bild des Chips des neuen Apple-A20-Pro-Prozessors veröffentlicht, der laut Analysten zusammen mit den nächsten Flaggschiff-Smartphones des Unternehmens debütieren soll. Der Leak enthüllt die wichtigsten Änderungen an der Chip-Architektur und deutet auf einen deutlichen Anstieg der Grafikleistung hin. Laut Beschriftung auf dem Chipbild erhält der A20 Pro sieben GPU-Kerne, was ihn zum leistungsstärksten integrierten Grafikbeschleuniger in der Geschichte der mobilen Apple-Chips macht – zum Vergleich: Die vorherige Generation A19 Pro hatte sechs.
Sieben GPU-Kerne: Rekord für mobile Apple-Chips
Der Wechsel von sechs auf sieben GPU-Kerne ist der deutlichste Sprung in der Produktlinie. Experten betrachten diesen Schritt als notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit von Apple angesichts des rapiden Leistungswachstums der Grafiklösungen in Android-Smartphones zu wahren. Die Erhöhung der Anzahl der GPU-Kerne soll einen Zuwachs an Rechenleistung in Spielen, beim Rendering und bei Aufgaben im Bereich des lokalen KI-Verarbeitens bringen, die zunehmend auf mobile Geräte verlagert werden.
Zentralprozessor und Cache-Speicher
Der zentrale Teil des A20 Pro behält die sechskernige Struktur bei. Zwei Hochleistungs-Kerne teilen sich 16 MB L2-Cache, was den Werten der vorherigen Generation entspricht. Die vier energieeffizienten Kerne erhielten einen erweiterten L2-Cache mit 8 MB – 2 MB mehr als im A19-Pro-Chip. Diese Konfiguration zielt auf ein Gleichgewicht zwischen Spitzenleistung und Energieeffizienz im Alltag ab.
Neugestaltung der Chip-Anordnung und Speicher
Das Chip-Layout bestätigt die zuvor kursierenden Gerüchte über eine Änderung der Chip-Anordnung: Die Arbeitsspeicher-Module befinden sich nun neben dem Prozessor, nicht mehr darüber. Dabei ist Apple nicht auf LPDDR6 umgestiegen, sondern behielt den LPDDR5X-Standard bei, erweiterte den Speicherbus jedoch auf 96 Bit. Diese Lösung ermöglicht eine höhere Bandbreite ohne Generationswechsel des Speichers und vereinfacht vermutlich die Chip-Anordnung.
Neuronale Einheit und Ankündigungsdatum
Auf dem veröffentlichten Bild fehlen die Beschriftungen des neuronalen Prozessors (NPU) und des Bildverarbeitungsblocks (ISP). Dennoch vermuten Experten eine mögliche Verdopplung der NPU-Größe analog zum Apple-M6-Prozessor, was ihrer Ansicht nach die Verschiebung des Zentralprozessors auf dem Chip erklärt. Der A20 Pro soll in den Smartphones iPhone 18 Pro und dem ersten faltbaren iPhone debütieren, deren Ankündigung für den 9. September geplant ist. Einzelne Quellen weisen zudem auf den Wechsel der A20-Linie auf den fortschrittlicheren 2-nm-Herstellungsprozess und auf die Veröffentlichung von gleich drei A20-Chipsätzen für die iPhone-18-Generation im Jahr 2026 hin.