In der Nacht zum 12. Juli erreichte die Spannungen im Persischen Golf einen kritischen Punkt. Die USA führten die dritte Serie militärischer Schläge innerhalb einer Woche gegen das iranische Territorium durch. Ziel der Operation waren militärische Einrichtungen Teherans, die nach Einschätzung des amerikanischen Kommandos eine Bedrohung für den internationalen Handel darstellen.
Umfang der Operation und Ziele
Das US-Zentralkommando (CENTCOM) bestätigte offiziell die Durchführung des Angriffs. In einer Mitteilung, die im sozialen Netzwerk X veröffentlicht wurde, hieß es, dass etwa 140 militärische Ziele im Iran getroffen wurden. Für die Schläge kamen hochpräzise Munitionstypen zum Einsatz, die von Kampfflugzeugen, Drohnen sowie von Kriegsschiffen und Landbasen abgefeuert wurden.
Die amerikanische Seite betont, dass diese Aktion eine direkte Antwort auf den iranischen Angriff auf ein Handelsschiff war, das in der Nacht versucht hatte, den strategisch wichtigen Hormus-Streifen zu passieren. Im Rahmen der nächtlichen Operationen dieser Woche haben die US-Truppen insgesamt mehr als 300 Ziele getroffen. Das erklärte Ziel der Kampagne ist es, die Fähigkeit des Irans, zivile Seeleute und Handelsschiffe anzugreifen, zu schwächen und deren freie Durchfahrt zu gewährleisten.
Kontext: Schutz des Handels und des Öltransports
Im Kommando wurde auf die Bedeutung der Stabilität in der Region für die Weltwirtschaft hingewiesen. Seit Beginn des Mai haben die US-Truppen laut CENTCOM-Daten den erfolgreichen Transit von mehr als 800 Handelsschiffen und 400 Millionen Barrel Rohöl durch den Hormus-Streifen ermöglicht. Dies unterstreicht, dass die Maßnahmen der USA darauf abzielen, globale Logistikketten vor Destabilisierung zu schützen.
Gegenmaßnahmen des Irans
Iranische Medien berichteten unter Berufung auf die Revolutionsgarden (IRGC) von Gegenangriffen. Teheran behauptet, ein US-Militärkommunikationszentrum und eine Radarstation in Bahrain, die Luftwaffenbasis Al-Udeid in Katar sowie Tankplattformen für Flugzeugträger im omanischen Hafen Duqm angegriffen zu haben.
Voraussetzungen der Eskalation
Der unmittelbare Auslöser für die dritte Runde der Schläge war die Schließung des Hormus-Streifens durch den Iran in dieser Nacht. Teheran kündigte eine Blockade der Schifffahrt an, nachdem ein Schiff versucht hatte, den Streifen zu passieren, das von der iranischen Seite als auf einem nicht autorisierten Kurs befindlich eingestuft wurde. Infolgedessen wurde der unter der Flagge Zyperns fahrende Containerschiff M/V GFS Galaxy angegriffen und gestoppt.
Laut neuesten Angaben gilt ein Besatzungsmitglied des Schiffes als vermisst. Die Lage in der Region bleibt äußerst instabil, und das Risiko einer weiteren Ausweitung des Konflikts besteht weiterhin.