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title: "Schlag gegen die Schattenflotte und Fabriken: Die EU führt neues Sanktionspaket gegen die russische Kriegsmaschinerie ein"
description: "Die EU führt ein neues Sanktionspaket gegen die russische Kriegsmaschinerie ein: Im Visier sind Drohnenfabriken, chinesische Zulieferer und die „Schattenflotte“ 🚢🚫. Wlasjuk: Dies ist erst der Anfang, bald folgt das 21. Paket mit Einreiseverbot für Militärs und Schlag gegen die Energiebranche 🇪🇺🇷🇺"
date: 2026-06-15T19:52:00.000Z
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# Schlag gegen die Schattenflotte und Fabriken: Die EU führt neues Sanktionspaket gegen die russische Kriegsmaschinerie ein

![Russische Flagge vor Stacheldraht, die neue EU-Sanktionen gegen die russische Militärmaschine symbolisiert](https://xab.info/media/2026/06/15/es-vvel-novyy-paket-sanktsiy-protiv-voennoy-mashiny-rossii/es-vvel-novyy-paket-sanktsiy-protiv-voennoy-mashiny-rossii-1.webp)

Die Europäische Union hat einen neuen Mechanismus zur Druckausübung auf die russische Rüstungsindustrie ins Leben gerufen. Das am 15. Juni eingeführte Sanktionspaket demonstriert den systematischen Ansatz Brüssels: Die Beschränkungen richten sich nun nicht nur gegen die Endmontage von Waffen, sondern gegen die gesamte Lieferkette, einschließlich der Hersteller von Komponenten und logistischen Schemata.

Wie RBC-Ukraine berichtet, erklärte dies der vom ukrainischen Präsidenten für Sanktionspolitik ermächtigte Beauftragte Wladyslaw Wlasjuk gegenüber Journalisten. Nach seinen Worten identifizieren die europäischen Partner konkret die Ausführer, die die Produktion von Waffen sicherstellen, mit denen ukrainische Städte angegriffen werden.

### Hersteller von Drohnen und Raketenkomponenten im Visier

Die Liste der neuen Beschränkungen umfasst Unternehmen, die für die russische Kriegsmaschinerie von kritischer Bedeutung sind. In erster Linie betrifft dies Hersteller von unbemannten Fluggeräten und Komponenten für Luftfahrt- und Raketentechnik.

In die Sanktionsliste gerieten Unternehmen wie ASFPV, Rustakt und IONOS, die sich mit der Produktion von FPV-Drohnen beschäftigen. Nach Angaben von Quellen beliefert allein die Firma ASFPV den Frontbereich monatlich mit bis zu 10.000 Drohnen der Serie „Weterok“. Darüber hinaus geriet der Flugzeugbau Isewsk in den Fokus der Beschränkungen.

Die EU hat auch einen Schlag gegen Hersteller von Navigationssystemen geführt. Insbesondere wurden Fabriken sanktioniert, die Teile für die Raketen „Iskander-M“ und verschiedene Typen von Drohnen herstellen.

### Blockade ausländischer Zulieferer

Brüssel hat beschlossen, Umgehungsschemata über Drittländer zu unterbinden. In die Liste gerieten ausländische Unternehmen, die heimlich notwendige Komponenten und Ausrüstung an den russischen Rüstungssektor lieferten und so hohe Produktionsraten ermöglichten.

Zu den neuen Beteiligten gehören Unternehmen aus China und Belarus:

    - Die chinesischen Firmen Shenzhen Minghuaxin und Xinxiang Richful.

    - Die belarussischen Firmen Izovac und Engineering Group.

Ihre Aktivitäten ermöglichten russischen Waffenschmieden den Zugang zu Technologien und Teilen, die aufgrund früher eingeführter Verbote unzugänglich waren.

### Zerschlagung der „Schattenflotte“ und logistischer Schemata

Ein besonderes Augenmerk in dem neuen Paket liegt auf den Transportunternehmen, die Moskau beim Export von Öl helfen. Sanktionen trafen Dutzende von Unternehmen aus Russland, den VAE, der Türkei, Aserbaidschan, Hongkong und Liberia.

Diese Schiffe nutzten illegale Schemata, um Preisobergrenzen und Kontrollen zu umgehen: Sie schalteten ihre Identifikationsradare (AIS) aus und luden Öl auf hoher See von Schiff zu Schiff um.

Die Beschränkungen betrafen auch Schlüsselfiguren, die hinter diesen Schemata stehen. In die Liste der persönlichen Sanktionen wurden aufgenommen:

    - Das Top-Management von „Rostech“: Oleg Jewtuschenko und Bekchan Osdojew.

    - Organisatoren „grauer“ Beschaffungsschemata: Oleg Fischelew und Pawel Nikitin.

    - Der Gründer von Coral Energy (ehemals 2Rivers Group), Tahir Garaev, der mit der „Schattenflotte“ in Verbindung steht.

    - Der maritime Versicherungsmakler Konstantin Rogatsch.

### Erwartung des 21. Sanktionspakets

Wladyslaw Wlasjuk betonte, dass die aktuellen Maßnahmen ein Zwischenschritt sind. Die Ukraine erwartet, dass die Europäische Union in den kommenden Wochen ein deutlich stärkeres und umfassenderes 21. Sanktionspaket verabschieden wird.

Den Informationen zufolge hat Brüssel dieses Paket bereits vorbereitet, das sich gegen Schlüsselbereiche der russischen Wirtschaft richtet: Energie, Finanzdienstleistungen, Handel, Kryptowährungsbereich und Fischereiwirtschaft.

Eine der wichtigsten Entscheidungen der neuen Phase wird ein vollständiges Einreiseverbot in die EU für ehemalige russische Militärs sein, die am Krieg gegen die Ukraine beteiligt waren. Darüber hinaus bereiten europäische Diplomaten persönliche Sanktionen gegen weitere 80 russische Unternehmen und Einzelpersonen vor.