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title: "Deal des Jahrhunderts: EU-Kommission genehmigt Fusion von Paramount Skydance und Warner Bros. Discovery"
description: "Die EU-Kommission hat die Fusion von Paramount Skydance und Warner Bros. Discovery im Wert von 110 Mrd. USD genehmigt. Die Behörde forderte die Schließung des Vertriebspartners UIP in Europa. In den USA ist die Transaktion vorerst gefährdet aufgrund von Klagen der Staatsanwälte und der Writers Guild. 🎬🇪🇺🇺🇸"
date: 2026-07-23T14:25:54.000Z
lang: de
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tags: [paramount-skydance, warner-bros-discovery, eu-commission, david-ellison, media-merger]
publisher: "XAB.info"
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# Deal des Jahrhunderts: EU-Kommission genehmigt Fusion von Paramount Skydance und Warner Bros. Discovery

![Paramount-Logo und der Text 'A Skydance Corporation' auf einem Wasserturm, der die Fusion von Medienriesen symbolisiert](https://xab.info/media/2026/07/23/ek-odobrila-slyanie-paramount-skydance-i-warner-bros-discovery/ek-odobrila-slyanie-paramount-skydance-i-warner-bros-discovery-1.webp)

Eines der größten Projekte in der Geschichte der Medienindustrie hat in Europa grünes Licht erhalten. Die Europäische Kommission, die im Europäischen Union als Kartellbehörde fungiert, hat die Übernahme des Medienkonzerns Warner Bros. Discovery (WBD) durch Paramount Skydance offiziell genehmigt. Der Wert der Transaktion wird auf 110 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Die Entscheidung wurde am Abend des Mittwochs, dem 22. Juli, getroffen, nachdem die Parteien in der Lage waren, die wichtigsten Bedenken der Behörde hinsichtlich des Wettbewerbs auf dem Markt auszuräumen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, war die Bedingung für die Genehmigung das Versprechen von Paramount Skydance, die Vertriebsstruktur in Europa zu ändern.

### Bedingungen der Transaktion: Trennung von Universal Pictures

Hauptstreitpunkt für die Europäische Kommission war das Bestehen von United International Pictures (UIP) – einem Joint Venture für den Filmvertrieb, das von Paramount und Universal Pictures gegründet wurde. Um die Genehmigung für die Fusion zu erhalten, hat sich Paramount Skydance verpflichtet, die Aktivitäten von UIP in Europa innerhalb von 13 Monaten nach Abschluss der Transaktion einzustellen.

Zusätzlich wurden strenge Einschränkungen für die zukünftige Zusammenarbeit festgelegt. Innerhalb von zehn Jahren wird Paramount Skydance keine Vertriebsverträge mit Universal Pictures auf dem europäischen Markt abschließen. Auch die Übertragung von Verleihrechten für Warner Bros.-Filme an den eigenen Vertriebspartner ist untersagt.

### Schwierigkeiten in den USA und die Position der Bundesstaaten

Während die europäischen Regulierungsbehörden grünes Licht gegeben haben, bleibt die Situation in den Vereinigten Staaten angespannt. Letzte Woche hat die Bezirksrichterin in Oakland (Kalifornien), Aracely Martinez-Olgin, die Transaktion für 14 Tage ausgesetzt. Diese Entscheidung wurde nach der Genehmigung eines gemeinsamen Antrags der Generalstaatsanwälte von 12 Bundesstaaten getroffen.

Der Generalstaatsanwalt von Kalifornien, Rob Bonta, und seine Kollegen haben ernsthafte Bedenken geäußert, dass die Schaffung eines solchen Riesen die Konkurrenz auf dem Markt für Filmverleih und die Lizenzierung von Inhalten für Kabelfernsehen schädigen würde.

### Neuer Eigentümer und politischer Kontext

Falls die Transaktion erfolgreich abgeschlossen wird, geht die Kontrolle über zwei der größten Filmstudios, zwei Streaming-Plattformen und zwei Nachrichtenorganisationen an David Ellison über. Der Medienkonzern WBD umfasst die legendäre Filmstudio Warner Bros., den Fernsehsender HBO, den Streaming-Dienst HBO Max sowie den Nachrichtensender CNN und die Sportmarke TNT Sports.

David Ellison ist der Sohn des Milliardärs und Gründers von Oracle, Larry Ellison. Der politische Aspekt der Transaktion zieht ebenfalls Aufmerksamkeit auf sich: Larry Ellison gilt als Verbündeter des US-Präsidenten Donald Trump. Zuvor hatte Trump öffentlich zu einem Eigentümerwechsel des zu WBD gehörenden Fernsehsenders CNN aufgerufen.

### Bedenken der Branche und Großbritanniens

Nicht nur staatliche Behörden, sondern auch Vertreter der kreativen Gemeinschaft haben sich gegen die Fusion ausgesprochen. Die Writers Guild of America hat Klage eingereicht und behauptet, dass die Transaktion die Einkünfte der Drehbuchautoren gefährden und der gesamten Unterhaltungsindustrie in den USA schaden würde.

Auch Großbritannien hat sich in den Prozess eingemischt. Im vergangenen Monat warnten britische Regulierungsbehörden vor einer möglichen Blockade der Transaktion aufgrund von Bedenken hinsichtlich negativer Auswirkungen auf Nachrichtensendungen, Kinderfernsehsendungen und Streaming-Dienste im Land.