Die Europäische Kommission hat soeben die Bereitstellung eines zusätzlichen Budgets von über 210 Millionen Euro (ca. 236 Millionen US-Dollar) für die Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen bekannt gegeben, wodurch neue Karrieremöglichkeiten für mehr als 700 Forscher in Europa eröffnet werden.

Ausbau des europäischen Flaggschiff-Forschungsprogramms

Das MSCA-Programm ist eines der herausragenden Instrumente der Europäischen Union zur Förderung von Forscherkarrieren. Die neue Finanzierung ist Teil der Initiative „Europäische Wahl“, die darauf abzielt, die EU zu einem weltweit führenden Zentrum für wissenschaftliche Talente, Forschung und technologische Innovationen zu machen. EU-Kommissarin Ekaterina Zaharieva gab diese Entscheidung auf einer hochrangigen Jubiläumsveranstaltung in Brüssel bekannt.

Einschätzung der EU-Führungsebene

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte, dass MSCA in den letzten 30 Jahren Forschern weltweit beim Aufbau einer erfolgreichen Karriere in Europa geholfen habe. Die Exekutiv-Vizepräsidentin Roxana Mînzatu betonte zudem, dass Forscher eine zentrale Rolle bei der Stärkung der europäischen Wirtschaft und der Schaffung einer nachhaltigen Wissensgesellschaft spielen.

Finanzierungsstruktur und historische Entwicklung

Die zusätzlichen Mittel fließen in zwei Hauptkomponenten des Programms: Postdoc-Stipendien und Doktorandennetzwerke, womit deren Budgets historische Höchststände erreichen. Im Jahr 2026 feiert das MSCA-Programm sein 30-jähriges Bestehen und unterstützt mittlerweile jährlich rund 8.000 Forscher – zehnmal so viele wie zu Beginn im Jahr 1996.