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title: "Wendepunkt: Die EU stellt erstmals seit zwei Jahren den Kommunikationskanal mit dem Kreml wieder her"
description: "Der Präsident des Europäischen Rates, António Costa, hat erstmals seit 2022 den Kommunikationskanal mit dem Kreml wiederhergestellt. Brüssel beabsichtigt, seine Interessen in zukünftigen Verhandlungen zu schützen, kommentiert die Details der Kontakte mit Moskau jedoch offiziell nicht. 🇪🇺🤝🇷🇺"
date: 2026-06-18T07:22:00.000Z
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# Wendepunkt: Die EU stellt erstmals seit zwei Jahren den Kommunikationskanal mit dem Kreml wieder her

![Spasskij-Turm des Kremls und die Basilika des Heiligen Basilius vor einem grauen Himmel, die das Wiederaufleben des Dialogs zwischen der EU und Russland symbolisieren](https://xab.info/media/2026/06/18/es-vosstanovil-kanal-svyazi-s-kremlom-posle-dvuh-let-molchaniya/es-vosstanovil-kanal-svyazi-s-kremlom-posle-dvuh-let-molchaniya-1.webp)

Im diplomatischen Raum Europas hat sich eine bedeutende Verschiebung vollzogen. Der Präsident des Europäischen Rates, António Costa, hat einen beispiellosen Schritt unternommen – er hat den Kreml aufgefordert, einen Kommunikationskanal zu eröffnen. Dies ist die erste solche Maßnahme seitens der Europäischen Union seit Beginn der umfassenden Invasion Russlands in der Ukraine im Jahr 2022.

### Verzicht auf Isolation

In den letzten zwei Jahren hat Brüssel eine harte Linie vertreten und sich faktisch von direkten Verhandlungen mit Moskau zurückgehalten. Die von Costa aufgenommenen Kontakte deuten jedoch auf eine Überarbeitung dieser Strategie hin. Laut einem anonymen EU-Beamten wurde der Dialog in den letzten Wochen wieder aufgenommen. Die Gespräche waren kurz und bezogen sich, wie vermerkt, nicht auf den „Kern“ des aktuellen Konflikts.

Ein offizieller Sprecher der EU betonte die Notwendigkeit solcher Schritte: „Daher ist es wichtig, diplomatische Kanäle mit Russland zu eröffnen.“ Die Logik Brüssels ist transparent: Die Europäische Union hat „konkrete Interessen, die in jedem zukünftigen Verhandlungskontext geschützt werden müssen“. Gleichzeitig erklärte der Beamten kategorisch, dass die EU „kein Vermittler“ zwischen der Ukraine und Russland ist.

### Koordination mit den Führern

Die Entscheidung für diese Kontakte war nicht spontan. António Costa hat „eng mit europäischen Führern über eine mögliche Interaktion mit Russland und die Themen koordiniert, die zur passenden Zeit diskutiert werden sollen“. Zuvor, Anfang Juni, hatte sich bereits ein Trio aus Botschaftern Frankreichs, Großbritanniens und Deutschlands mit dem stellvertretenden russischen Außenminister in Moskau getroffen, dies war jedoch kein abgestimmter Schritt der gesamten Gemeinschaft.

Trotz der Aktivität hat der Europäische Rat offiziell abgelehnt, Informationen über die Kontakte mit dem Kreml zu kommentieren. Auch Vertreter des deutschen Kanzlers Friedrich Merz und der französischen Behörden blieben kommentarlos.

### Zypern-Verhandlungen und die Reaktion Kiews

Die Debatte über die Beteiligung Europas am Friedensprozess verschärfte sich nach dem Treffen auf Zypern im vergangenen Monat. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte die EU-Führer auf, sich aktiver an den Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau zu beteiligen. Vor diesem Hintergrund erhält die Wiederaufnahme des Dialogs zwischen Brüssel und Moskau eine besondere Resonanz.

Erstmals meldete das Nachrichtenagentur Bloomberg über die Kontakte. Demnach führte der Hauptberater des Präsidenten des Europäischen Rates zwei Telefongespräche mit einem hochrangigen russischen Beamten aus dem engsten Umfeld Wladimir Putins. Details und Ergebnisse dieser Kontakte wurden später von RBK-Ukraine bekannt gegeben.