---
title: "EU verhängt erstmals Sanktionen gegen Russland wegen der Beschuss von Kiew: Hersteller von „Komet“ und „Iskander“ betroffen"
description: "Die EU hat erstmals Sanktionen gegen Russland wegen der Beschüsse von Kiew verhängt. 🇺🇦 Betroffen sind Hersteller von Navigationssystemen für „Schahed“-Drohnen und „Iskander“-Raketen – die Gruppe ABS Electro und deren Führung. Die Ukraine hat diese Personen bereits in ihre Sanktionsliste aufgenommen. 🚫🇷🇺"
date: 2026-07-17T14:44:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/eu-verhaengt-erstmals-sanktionen-gegen-russland-wegen-beschuss-von-kiew-abs-elektro
tags: [vladislav-vlasiuk, eu-sanctions, abs-electro, kyiv, russia]
publisher: "XAB.info"
---

# EU verhängt erstmals Sanktionen gegen Russland wegen der Beschuss von Kiew: Hersteller von „Komet“ und „Iskander“ betroffen

![Offizielle ukrainische Persönlichkeit diskutiert EU-Sanktionen gegen Russland für Kiew-Beschüsse, mit ukrainischer Flagge im Hintergrund](https://xab.info/media/2026/07/17/es-vvedil-sanktsii-protiv-rf-za-obstrely-kieva-abs-elektro/es-vvedil-sanktsii-protiv-rf-za-obstrely-kieva-abs-elektro-1.webp)

Die Europäische Union hat einen Präzedenzfall geschaffen, indem sie erstmals Sanktionen gegen Russland direkt als Reaktion auf tödliche Beschüsse von Kiew verhängt hat. Am 17. Juli trat ein neues Paket von Beschränkungen in Kraft, das darauf abzielt, Schlüsselgelenke des russischen militärisch-industriellen Komplexes (WIK) zu untergraben.

Wie Wladislaw Wlasjuk, der Sonderbeauftragte des ukrainischen Präsidenten für Sanktionspolitik, in einem Kommentar an RBC-Ukraine erklärte, sind die neuen Maßnahmen eine direkte Antwort auf die massiven Angriffe am 1. und 5. Juli. Die Sanktionen richten sich nicht nur gegen direkte Waffenhersteller, sondern auch gegen die gesamte Unternehmensinfrastruktur, die deren Aktivitäten unterstützt.

### Hersteller von Navigationssystemen für „Schahed“-Drohnen betroffen

Das zentrale Element des neuen Pakets war die Einführung von Beschränkungen gegenüber Unternehmen der Gruppe **ABS Electro**. Diese Unternehmen spielen eine kritische Rolle bei der Funktionsfähigkeit russischer Angriffssysteme. Insbesondere betroffen ist der Hersteller des Navigationsmoduls „Komet“.

Dieses Modul ist ein Schlüsselkomponente für die unbemannten Fluggeräte „Schahed“ (in der Ukraine als „Geran“ bekannt) und wird auch in den ballistischen Raketen „Iskander-M“ verwendet. Wlasjuk betonte, dass ein ganzheitlicher Ansatz, der nicht nur den produzierenden Werk, sondern auch die gesamte Lieferkette umfasst, das effektivste Druckmittel ist.

Auch die Aktiengesellschaft „ABS ZEIM Automatisierung“ wurde in die Liste der sanktionierten Strukturen aufgenommen. Laut dem ukrainischen Beamten hat die Aufnahme dieses Unternehmens in die „Schwarze Liste“ besondere Bedeutung, da es Ausrüstung für eine breite Palette strategischer Sektoren der russischen Wirtschaft liefert und damit das Ausmaß der Unterstützung des WIK bestätigt.

### Persönliche Verantwortung der Führungskräfte

Die Sanktionen haben nicht nur einen unternehmerischen, sondern auch einen persönlichen Charakter. Von den Beschränkungen betroffen ist Irina Charisowa, die den Aufsichtsrat von „ABS Elektro“ leitet und Unternehmen verwaltet, die an der Herstellung von Navigationsmodulen beteiligt sind.

„Ein solcher ganzheitlicher Ansatz verstärkt die persönliche Verantwortung der Führungskräfte von Unternehmen, die die Produktion von Waffen unterstützen, die für Angriffe auf die Ukraine verwendet werden“, betonte Wladislaw Wlasjuk. Dies ist ein Signal dafür, dass die europäischen Partner bereit sind, gezielt gegen konkrete Personen vorzugehen, die in militärischen Bereichen Entscheidungen treffen.

### Synchronisierung der Bemühungen der Ukraine und der EU

Ein wichtiger Aspekt war die schnelle Umsetzung europäischer Entscheidungen auf nationaler Ebene. Laut Wlasjuk wurden alle natürlichen und juristischen Personen, die unter die EU-Sanktionen fielen, bereits am 14. März 2026 in das ukrainische Sanktionspaket aufgenommen.

Der Beamte bezeichnete dies als Beweis für die Effizienz der Arbeit ukrainischer Experten und die Vertiefung der Koordination mit europäischen Partnern. Je schneller die Synchronisierung der Entscheidungen zwischen den Ländern der Sanktionskoalition erfolgt, desto weniger Möglichkeiten bleiben Russland, die Produktion kritisch wichtiger Komponenten aufrechtzuerhalten.

Zur Erinnerung: Die griechische Regierung hatte zuvor betont, dass bei der Einführung neuer Sanktionen eine sorgfältige Balance notwendig sei, weshalb das Land das 21. Sanktionspaket nicht unterstützte. Die aktuellen Maßnahmen gegen fünf Unternehmen und eine natürliche Person wurden jedoch umgesetzt und stellen einen wichtigen Schritt zur Isolierung des russischen WIK dar.