Die Europäische Union plant nicht, ihre Unterstützung für die Ukraine zu ändern, und wird in den nächsten sechs Monaten weiterhin Druck auf Russland ausüben. Dies erklärte der Präsident des Europäischen Rates, António Costa, während der Zeremonie zur Übergabe der Präsidentschaft an Irland, das ab sofort seine sechsmonatige Präsidentschaft im Rat der EU antritt.
Doppelte Strategie: Unterstützung für Kiew und Druck auf Moskau
Laut Costa werden die Partner während der irischen Präsidentschaft weiterhin eine doppelte Strategie verfolgen: Unterstützung für Kiew leisten und gleichzeitig Druck auf den Aggressorstaat ausüben. Der Präsident des Europäischen Rates betonte, dass dieser Ansatz notwendig ist, um einen gerechten und nachhaltigen Frieden in der Ukraine zu erreichen.
Europäische Werte und Sicherheit stehen angesichts der komplexen geopolitischen Lage einer schweren Bewährungsprobe, so Costa. Der Bund orientiere sich jedoch klar am Völkerrecht. Irland, bekannt für seine prinzipientreue Verteidigung der internationalen Ordnung, wurde genau zu dieser schwierigen Zeit als präsidierender Staat ausgewählt.
Lage an der Front und die Rolle der europäischen Hilfe
Costa stellte fest, dass sich die Lage an der Front dank des Muts der ukrainischen Streitkräfte verändert. Gleichzeitig, so fügte er hinzu, haben die europäische Hilfe und der ständige Druck auf Moskau bereits eine entscheidende Rolle in diesem Prozess gespielt.
„Russland muss verstehen, dass die Zeit nicht auf seiner Seite ist. Und dass es vom Schlachtfeld an den Verhandlungstisch gehen muss', betonte der Präsident des Europäischen Rates während seiner Rede in Dublin.
Rotation der Präsidentschaft und diplomatische Kontakte
Die Rotation der Länder, die den Vorsitz im Rat der Europäischen Union innehaben, erfolgt alle sechs Monate. Irland hat die Befugnisse offiziell übernommen und seine Arbeit in dieser Funktion aufgenommen.
Zuvor hatten Medienberichte darüber informiert, dass António Costa mit einem hochrangigen russischen Beamten aus dem engsten Umfeld des russischen Staatschefs gesprochen hatte. Laut Medienberichten waren diese Kontakte ein Versuch, den Kreml in einen Verhandlungsprozess zur Beendigung des russischen Krieges gegen die Ukraine einzubeziehen.
Anschließend kritisierten mehrere europäische Führer den Präsidenten des Europäischen Rates dafür, dass er einige Partner über seine Kontakte mit Vertretern des Kremls nicht informiert hatte.