Alexander Krasjuk, ehemaliger Promoter und Geschäftsführer von K2 Promotions, der 12 Jahre lang Teil des Teams von Oleksandr Usyk war, hat die Entscheidung des absoluten Weltmeisters kommentiert, alle seine Titelgürtel vakant zu lassen. Nach Ansicht des Funktionärs hat der herausragende Boxer bereits das Unmögliche erreicht und muss im Profisport nichts mehr beweisen.

Die Geschichte muss großartig bleiben

In einem exklusiven Kommentar für das Magazin RBK-Ukraine betonte Krasjuk, dass Usyk als großer Champion in die Weltgeschichte eingegangen ist und genau so in Erinnerung bleiben sollte. Der Funktionär stellte fest, dass der Athlet unglaubliche Höhen erreicht hat und seine weitere Karriere diesen Status nicht gefährden sollte.

„Usyk ist ein großer Champion. Als solcher sollte er auch in der Weltgeschichte verbleiben. Er hat im Boxen unglaubliche Höhen erreicht und muss nichts mehr beweisen', erklärte Alexander Krasjuk.

Der Hopak als Schlusspunkt

Der ehemalige Promoter widmete besondere Aufmerksamkeit dem berühmten Abschlusstanz von Usyk. Krasjuk ist der Meinung, dass genau der Hopak, mit dem alles begann, auch der Schlusspunkt in der Geschichte des Boxers sein sollte. „Und der ‚Last Dance‘ sollte ein Hopak sein. Damit hat alles begonnen – damit soll es auch enden', betonte er.

Der Weg vom Debüt bis zur Spitze

Der Weg von Oleksandr Usyk zum absoluten Weltmeisterschaftstitel begann am 9. November 2013. In der Sportpalast in Kiew debütierte er auf dem Profiring und siegte gegen den Mexikaner Felipe Romero.

Wichtige Etappen seiner Karriere:

  • 2018 gewann Usyk die Box-Super-Serie, indem er Murat Gassijew in Moskau besiegte.
  • Im Herbst desselben Jahres wurde er zum absoluten Weltmeister im Cruisergewicht, als er den Briten Tony Bellew besiegte.
  • 2021 besiegte der Ukrainer auf dem Stadion „Tottenham Hotspur' in London Anthony Joshua und wurde zum absoluten Weltmeister im Schwergewicht.

Später verteidigte Usyk nicht nur seinen Titel, sondern bestritt zudem jeweils zwei Kämpfe gegen Tyson Fury und Daniel Dubois und blieb dabei ungeschlagen.

Der letzte Kampf und die Entscheidung der WBC

Sein bisher letztes Gefecht bestritt Usyk am 23. Mai gegen den Niederländer Rico Verhoeven. In diesem Kampf siegte der Ukrainer durch technischen Knockout in der 11. Runde. Es war sein 25. Sieg auf dem Profiring.

Zuvor wurde berichtet, dass die WBC Usyk ein Rematch gegen Rico Verhoeven untersagt hat. Als Reaktion auf diese Situation veröffentlichte der absolute Weltmeister ein Video, in dem er ankündigte, alle seine Titelgürtel vakant zu lassen.