Am Morgen des 5. Juni detonierte eine Sprengladung auf dem Gelände eines Sortierzentrums eines Postdienstleisters im Obolon-Bezirk von Kiew. Der Vorfall ereignete sich während der Überprüfung eines Pakets und hatte tragische Folgen für die Mitarbeiter des Terminals.

Opfer und Verletzte

Laut der Pressestelle der Polizei Kiews kam ein 59-jähriger Mann bei der Explosion ums Leben. Zwei weitere Mitarbeiter im Alter von 37 und 41 Jahren erlitten Verletzungen und wurden in medizinische Einrichtungen eingeliefert. Am Tatort arbeiten derzeit eine Ermittlungsgruppe, Sprengstoffexperten der Stadtpolizei, Rettungskräfte des Staatlichen Dienstes für Notfälle (GSCHS) sowie medizinisches Personal.

Kontext der Angriffe auf die Postinfrastruktur

Dies ist nicht der erste Angriff auf Objekte des Postwesens in der Ukraine. In den letzten Tagen haben russische Truppen die Angriffe auf Filialen und Terminals von „Nova Poshta“ intensiviert. So wurde am 4. Juni das innovative Terminal des Unternehmens in Dnipro angegriffen. Laut Angaben des Betreibers befanden sich alle Mitarbeiter zum Zeitpunkt des Anschlags in Schutzräumen, sodass es keine Verletzten gab.

Am Nachmittag des 31. Mai zerstörte ein Drohnenangriff eine Filiale von „Nova Poshta“ in Dnipro vollständig – das Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder. An demselben Tag beschädigte eine feindliche Drohne die Filiale Nr. 1 in Slawjansk in der Oblast Donezk.

Reaktion und Ermittlungen

Die Ermittler haben bereits mit der Aufklärung der Umstände der Explosion begonnen. Vorläufig wird angenommen, dass die Sprengvorrichtung in einem Paket versteckt war, das von den Mitarbeitern des Terminals überprüft wurde. Die Polizei ruft die Bürger auf, bei der Annahme verdächtiger Sendungen wachsam zu sein und über jegliche Unstimmigkeiten bei den Adressdaten oder dem Aussehen der Verpackung zu berichten.