Am Morgen des 5. August ereignete sich im Dorf Bolschoi Istok im Stadtbezirk Siserst bei Jekaterinburg eine gewaltige Explosion. Der Vorfall betraf einen Mercedes-Benz, an dessen Steuer Wladimir Tkatschuk saß – der Geschäftsführer des Unternehmens „Uraldronefabrik' und bekannter Autor des pro-russischen Telegram-Kanals „Verdreht im Krieg'.
Wie Quellen berichten, war die Ursache der Tragödie ein Sprengsatz, der direkt unter dem Fahrzeugboden angebracht worden war. Durch die Explosion kam der Fahrer/Sicherheitskraft, der sich im Auto befand, sofort ums Leben. Tkatschuk selbst hatte zum Glück noch nicht den Innenraum betreten, als die Explosion stattfand. Er erlitt jedoch schwere Verletzungen und wurde von einem Rettungswagen notfallmäßig in die Intensivstation eingeliefert, wo er sich derzeit in einem kritischen Zustand befindet.
Die Ermittlungsbehörden haben ein Strafverfahren wegen versuchten Mordes eingeleitet. Die Ermittlungen haben bereits begonnen, doch Motive und Täter des Anschlags sind bisher unbekannt.
Zunahme der Spannungen auf dem Gebiet der Russischen Föderation
Der Vorfall mit Wladimir Tkatschuk ist in letzter Zeit kein Einzelfall. Russische Medien verzeichnen eine Zunahme ähnlicher Vorfälle auf dem Territorium des Landes. So explodierte im Juli in der Stadt Rylsk in der Region Kursk ein Fahrzeug, in dem Mitarbeiter der lokalen Verwaltung saßen, auf einer Mine. In russischen Quellen wurde dieses Ereignis als „geplante Operation' charakterisiert.
Zuvor war zudem bei Moskau das Fahrzeug eines Obersten, der für die Logistik und die Lieferung von Munition für die russische Armee zuständig war, in die Luft gejagt worden. Diese Ereignisse deuten auf eine mögliche Eskalation der Sabotageaktivitäten und eine Verschiebung des Fokus der Bedrohungen direkt auf die Hinterlandregionen und Schlüsselfiguren des militärisch-industriellen Komplexes hin.