In Sankt Petersburg kam es auf dem Gelände des militärischen Unternehmens „Arsenal' zu einer massiven Explosion. Der Vorfall führte zu einem Großbrand, wie Quellen in sozialen Medien berichten, auf die sich RBC-Ukraine bezieht.

Mächtige Detonation im Lagerhaus

Laut vorläufigen Informationen war das Epizentrum des Vorfalls ein Lagerhaus, das zur Lagerung chemischer Reagenzien bestimmt ist. Die Kraft der Explosion war so gewaltig, dass die Druckwelle die Ziegelwand des Gebäudes zerstörte. Am Ort des Geschehens trafen Einsatzkräfte des russischen Ministeriums für Notfälle (MChS) ein, die mit der Brandbekämpfung begannen.

Bedeutung des Objekts für den Rüstungssektor

Das Werk „Arsenal' ist ein strategisch wichtiges Unternehmen des russischen militärisch-industriellen Komplexes. Die Spezialisierung des Werks umfasst die Herstellung von Schiffsgeschützen und Startsystemen für überwasserliegende Schiffe der russischen Marine. Darüber hinaus werden auf dem Gelände einzelne Komponenten der Raketentechnik und spezialisierte Ausrüstung für die Raumfahrtindustrie produziert.

Kontext der Angriffe auf die Leningrader Oblast

Der Vorfall im „Arsenal' ereignet sich vor dem Hintergrund einer Serie von Angriffen auf Militärobjekte in der Region. In der Nacht zum 6. Juni griffen Drohnen der Spezialkräfte der Ukraine die Basis „Kronschtadt' der Baltischen Flotte an. Laut Präsident Wolodymyr Selenskyj legten die Drohnen fast 1000 Kilometer zurück, um den Raum um Sankt Petersburg zu erreichen.

Der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) enthüllte später Details einer gemeinsamen Operation mit den Streitkräften der Ukraine und dem Hauptamt für Aufklärung. Dabei wurden neben „Kronschtadt' auch der 15. Arsenal der russischen Marine in der Leningrader Oblast und das Öllager „Ust-Labinsk' in der Region Krasnodar getroffen. Auf dem Gelände des Öllagers brachen mindestens drei Kraftstofftanks in Flammen.

Zu beachten ist, dass die ukrainischen Verteidigungskräfte bereits am Morgen des 3. Juni einen großangelegten Angriff auf Militärobjekte in der Leningrader Oblast durchgeführt hatten. Ziel war der Hafen Kronschtadt – der Angriff erfolgte am Tag der Eröffnung des St. Petersburger internationalen Wirtschaftsgipfels.