Die Ermittlungen zu den Umständen der Explosion in Monaco sind in eine neue Phase eingetreten. Der Generalstaatsanwalt des Fürstentums, Stéphane Thibaud, hielt eine Pressekonferenz ab, auf der er die wichtigsten Ergebnisse der Ermittlungen bekanntgab. Das Hauptergebnis war die offizielle Widerlegung der Theorie eines terroristischen Anschlags.
Terrorversion ausgeschlossen
Trotz der Schwere der Folgen des Vorfalls sehen die Strafverfolgungsbehörden keine Grundlage dafür, das Geschehene als terroristischen Angriff zu qualifizieren. Stéphane Thibaud erklärte, dass die derzeitigen Daten keine Einstufung der Explosion als Terroranschlag zulassen.
Fahndung nach dem Täter
Die Identität des Verdächtigen bleibt unbekannt. Zur Feststellung seiner Identität und Festnahme wurden Kräfte der Abteilung für strafrechtliche Ermittlungen Monacos sowie französische Strafverfolger eingesetzt. Laut dem Staatsanwalt wird der Kontakt zu den französischen Behörden aufrechterhalten, und die Suche wird aktiv mit der Hoffnung auf eine baldige Verhaftung des Täters durchgeführt.
Strafverfahren und Verletzte
Zum Vorfall wurden Strafverfahren nach zwei Artikeln eingeleitet: „Mordversuch“ und „Platzierung von Sprengstoffen oder Vorrichtungen auf öffentlichen Straßen“. Der Vorfall ereignete sich am Abend des 29. Juni vor einem Wohnhaus in Monte Carlo. Überwachungskameras zeichneten auf, wie ein Unbekannter einen Rucksack am Eingang zurückließ und floh. Bei der Explosion wurden drei Personen verletzt.
Zu den Verletzten gehörten laut BFMTV der Geschäftsmann aus Dnipro Wadym Jermolajew, seine Ehefrau und sein 13-jähriger Sohn. Der Verdächtige floh nach Begehung der Tat in Richtung der französischen Stadt Beausoleil. Ukrainische Diplomaten haben bereits Kontakt zur Polizei Monacos, medizinischen Einrichtungen und Justizbehörden aufgenommen, um bei der Identifizierung der Bürger und der Unterstützung der Opfer zu helfen.