Im Zentrum von Moskau, vor dem beliebten Restaurant Balzi Rossi, detonierte eine gewaltige Sprengladung. Der Vorfall, der am 1. August 2026 stattfand, forderte fünf Todesopfer und löste Diskussionen über eine neue Welle von Bedrohungen gegen das Oberkommando der russischen Armee aus. Die russischen Behörden stufen den Vorfall als Terroranschlag ein, und die Ermittler vertreten die Theorie, dass die Sprengvorrichtung in einer Geschenkbox versteckt und ferngesteuert aktiviert wurde.

Theorie über General Tschaiko und die Reaktion der Behörden

Unmittelbar nach der Explosion tauchten in Telegram-Kanälen Meldungen auf, wonach Generaloberst Alexander Tschaiko das Ziel des Angriffs gewesen sein könnte. Im Mai 2026 übernahm er das Kommando über die Luft- und Weltraumkräfte Russlands. Offizielle Vertreter des Kremls und der Sicherheitsbehörden haben jedoch bisher nicht bestätigt, dass Tschaiko das eigentliche Ziel des Attentats war. Der Moskauer Bürgermeister Sergei Sobjanin bezeichnete den Vorfall als Terroranschlag, doch Details der Ermittlungen, insbesondere wer hinter dem Angriff steckt, bleiben geheim.

Serie von Angriffen auf das Oberkommando

Die Explosion im Restaurant ist kein Einzelfall. In den letzten zwei Jahren wurden mindestens sechs Versuche registriert, hochrangige russische Generäle fernab der Front zu beseitigen. Diese Vorfälle belegen, dass sich die Risikozone für Kommandeure ausgeweitet hat und nun auch Städte im Hinterland umfasst.

Wichtige Ereignisse, die das Sicherheitsbild in Russland verändert haben:

  • Dezember 2024: In Moskau wurde der Chef der Truppen für chemischen, biologischen und radiologischen Schutz, Igor Kirillow, getötet. Die Sprengladung war an einem E-Scooter vor seinem Haus befestigt. Auch sein Assistent Ilja Polikarpow kam ums Leben. Die russische Ermittlungsbehörde behauptete, der Täter sei von ukrainischen Geheimdiensten angeworben worden, und verurteilte ihn zu lebenslanger Haft.
  • April 2025: In Balaschicha wurde der Stellvertretende Chef des Hauptoperationsstabs des Generalstabs, Jaroslaw Moskalik, bei einer Autoplatzierung getötet.
  • Dezember 2025: Im Süden von Moskau explodierte das Auto des Chefs des Stabs für operative Ausbildung des Generalstabs, Fanil Sarwarow. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet, aber Festnahmen von Verdächtigen wurden nicht angekündigt.
  • Februar 2026: In Moskau wurde ein Attentat auf den Ersten Stellvertretenden Chef des Hauptstabs des Generalstabs, Wladimir Alexejew, verübt. Der General überlebte.
  • April 2026: Es gab Berichte über ein wahrscheinliches Attentat auf Generalmajor Asatbek Omurbekow, den die ukrainischen Behörden der Beteiligung an Verbrechen in Butscha beschuldigen. Eine offizielle Bestätigung erfolgte nicht.

Neue Methoden und Folgen

Die Angriffsmethoden reichen von Autoplatzungen bis hin zur Nutzung von Alltagsgegenständen wie E-Scootern und Geschenkboxen als Minenfalle. Dies zeugt von einem hohen Vorbereitungsgrad der Täter und ihrer Fähigkeit, in dicht besiedelten Gebieten der Hauptstädte zu operieren. Die Explosion im Restaurant Balzi Rossi, die fünf Menschenleben forderte, wurde zum lautesten Vorfall in dieser Serie und wirft Fragen zur Sicherheit hochrangiger Beamter auf, selbst unter Bedingungen des Friedens im Hinterland.