Am 12. Juni ereignete sich im Dorf Schtschapowo in Neu-Moskau eine gewaltige Explosion. Der Vorfall ereignete sich im Privathaus von Andrei Pintschuk – dem ehemaligen Leiter des sogenannten „Ministeriums für Staatssicherheit der DVR“ und Obersts des FSB. Nach Angaben russischer Medien war die Ursache der Explosion ein mit Sprengstoff versehener Paket, das von einem Kurier доставлен wurde.

Details des Vorfalls

Laut Informationen von TASS wurde das Paket von einem Kurier zum Haus von Pintschuk доставлен, woraufhin die Explosion erfolgte. Auf Fotos vom Tatort ist deutlich ein Fahrzeug mit dem Logo des Marktplatzes „Ozon“ zu sehen, was auf einen möglichen Lieferkanal für die gefährliche Fracht hindeutet.

Andrei Pintschuk berichtete, dass er es geschafft habe, sich hinter einer Panzertür zu verstecken, und nur eine leichte Gehirnerschütterung davongetragen habe. Seine Familie befand sich zum Zeitpunkt der Explosion in einem anderen Gebäude. Allerdings meldete der Telegram-Kanal WTSchK-OGPU seine Hospitalisierung, was weiterer Klärung bedarf.

Wer ist Andrei Pintschuk?

Andrei Pintschuk ist einer der Schlüsselfiguren der russischen Aggression gegen die Ukraine. Von Juli 2014 bis März 2015 leitete er das „Ministerium für Staatssicherheit der DVR“ – einer terroristischen Gruppierung im besetzten Donbass. Bemerkenswert ist, dass er das Amt des „Ministers“ am 17. Juli 2014 antrat – am Tag des Abschusses der malaysischen Boeing MH17 über der Oblast Donezk.

Davor war Pintschuk an der Annexion der Krim beteiligt und zog in den besetzten Donezk. Im Jahr 2022 kommandierte er während der Kämpfe um Isjum den Besatzungstrupp „Zentr“, und in den Jahren 2023–2025 den Trupp BARS-13 bei den Kämpfen um Bachmut und Schaschty Jar.

Kontext: Serie von Explosionen in Russland

Der Anschlag auf Pintschuk ist bereits der dritte hochkarätige Vorfall innerhalb weniger Tage. Am 9. Juni explodierte in der Region Moskau ein Auto – als Opfer wird ein Generalleutnant der russischen Armee genannt. Die Explosion ereignete sich 400 Meter entfernt von dem Ort, an dem vor einem Jahr ein anderer General getötet wurde. An demselben Tag explodierte in Moskau ein weiteres Fahrzeug im Südwesten der Stadt.

Diese Ereignisse werfen ernste Fragen auf bezüglich der Sicherheit hochrangiger Vertreter der russischen Sicherheitskräfte und einer möglichen Vergeltungsreaktion auf ihre Handlungen auf ukrainischem Territorium.