Am 13. August 2026 erschütterte eine gewaltige Explosion Sewastopol. Zeugen berichteten, dass die Detonation so stark war, dass die Anwohner sie zunächst für den Einschlag eines Kamikaze-Drohnen hielten. Der Vorfall ereignete sich auf dem Stolelow-Prospekt in einem Wohngebiet. Bei der Explosion kam ein hochrangiger Offizier der russischen Marine ums Leben. Laut Überwachungs-Kanälen in Telegram und ukrainischen Medien handelt es sich bei dem Getöteten um Robert Schagajew, den ehemaligen Kommandanten des ukrainischen U-Boots „Saporischschja“.

Details zur Explosion und Maßnahmen der Sicherheitskräfte

Nach vorläufigen Erkenntnissen war die Sprengvorrichtung in einem Mülleimer versteckt oder auf einer Bank auf dem Weg des Offiziers platziert worden. Zum Zeitpunkt der Explosion ging der Mann zusammen mit einem Begleiter eine Treppe hinunter. Er erlag seinen Verletzungen vor Ort. Zeugen berichteten zudem von einer verdächtigen Frau mit einem Rucksack, die sich in der Nähe der Häuser Nr. 28 und Nr. 30 aufhielt und, so ihre Aussagen, die Zielperson beobachtete.

Der Föderale Sicherheitsdienst Russlands (FSB) bestätigte den Tod eines Militärs als Folge einer Sprengung. Laut einer Quelle von Focus hat der FSB bereits eine Frau verhaftet, die des Verdachts der Organisation der Explosion bezichtigt wird. Die russische Öffentlichkeit neigt zur Annahme, dass sie auf Anweisung ukrainischer Geheimdienste handelte. Gleichzeitig berichten ukrainische Quellen, einschließlich RBK-Ukraine und des Kanals „Krimski Weter“, dass die Liquidierung von den „Budanow-Truppen“ durchgeführt wurde.

Wer ist Robert Schagajew?

Den Informationen der Telegram-Kanäle „TSchK-OGPU“ und „Krimski Weter“ zufolge handelt es sich bei dem Getöteten um Kapitän 1. Ranges Robert Schagajew. Bis 2014 diente er in der ukrainischen Marine und kommandierte das einzige U-Boot der ukrainischen Streitkräfte – die „Saporischschja“.

Während der Annexion der Krim im Jahr 2014 brach Schagajew seinen Eid und wechselte auf die Seite Russlands. Anschließend setzte er seinen Dienst in der Schwarzmeerflotte der Russischen Föderation fort, wo er als Kommandant einer großen U-Boot-Besatzung in der 4. U-Boot-Brigade der Marinebasis Noworossijsk diente. In der ukrainischen Datenbank „Buch der Henker“ wird ihm die Beteiligung an Seegefechten und die Durchführung von Raketenangriffen mit Marschflugkörpern von See aus auf Städte und Infrastrukturvorhaben zur Last gelegt.

Widersprüchliche Daten

Gegenwärtig gibt es Diskrepanzen hinsichtlich des offiziellen Bestätigungsgrades der Identität des Getöteten. Einerseits nennen russische und ukrainische Telegram-Kanäle sowie eine Reihe von Medien (Korrespondent, KP.UA) mit hoher Wahrscheinlichkeit den Namen des Getöteten – Robert Schagajew. Andererseits beschränken sich die offiziellen Pressemitteilungen der russischen Sicherheitsbehörden bisher auf die Bestätigung des Todes eines Marineoffiziers, ohne dessen persönliche Daten öffentlich zu machen. Somit bleibt die Version, dass es sich um Schagajew handelt, durch Quellen bestätigt, aber nicht durch ein offizielles Dokument verifiziert.

Kontext und frühere Vorfälle

Dieser Vorfall fügt sich in eine Reihe von Liquidierungen hochrangiger russischer Militärs und Kollaborateure auf besetzten Gebieten ein. Zuvor wurde über die Liquidierung von Piloten des elitären „Rubikon“-Regiments und des ehemaligen SBU-Generals Ljapkin berichtet, der ebenfalls die Ukraine verraten und für den FSB gearbeitet hatte. Die Intensivierung der Gegenabwehrarbeit im südlichen Sektor war wahrscheinlich der Auslöser für die Aktivierung solcher Operationen.